Das Thema lag auf dem Tisch. Als Michael Müller zu einem Termin in die Siemensstadt kam, wurden Bierdeckel aus Pappe zum Mitnehmen am Eingang präsentiert. Verziert mit dem Schriftzug „Berlin braucht den Mietendeckel“. Der SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz hatte die Spandauer in sein Bürgerbüro geladen, damit sie dem Regierenden Bürgermeister ihre Fragen stellen konnten. Und das Thema dieser Tage und Wochen – der Mietendeckel – war auch an diesem Abend umstritten.
Er habe eine Wohnung aus den 60er-Jahren gekauft, erzählte ein Besucher. Sie müsse dringend saniert werden. Wenn aber nun die Mieten nicht mehr angehoben werden dürfen, lohne sich eine solche Renovierung nicht, so der Eigentümer. Aber er wolle doch den Mietern eine bessere Wohnung anbieten. Da sei man in einem Konflikt, gab Müller dann auch zu. Aber einen Mietendeckel, den man nicht merke, brauche man auch nicht einzuführen, so der Senatschef.


