Die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember. Ronald lag knülle für Vier auf dem Bett, recht hinüber, grölend, lallend. Dennoch schrie er mit Nachdruck: „Macht mir die Weihnachtsengel!“ Die beiden angesprochenen Damen hatten vor Stunden für 1000 Mark erst die roten Zipfelmützen an-, und den Rest ausgezogen. Nun hatten sie sich sehr lieb und waren auf dem Sofa mit sich selbst beschäftigt; ich dagegen saß auf dem Boden, einfach nur zufrieden. Und alle waren glücklich. Frohe Weihnachten.
Gekommen ist es zu diesem schrägen Abend durch eine Begegnung, die ich wohl vier Jahre zuvor machte: Während meines Sozialarbeiterstudiums jobbte ich, ich habe bereits darüber berichtet, bei der Arbeiterwohlfahrt in der häuslichen Krankenpflege. Da ich über eine Ausbildung zum Diakon verfügte, fragte man mich eines Tages, ob ich auch als Sterbebegleiter arbeiten wolle?


