In meiner ländlichen Umgebung spielt derzeit nur eine Frage eine zentrale Rolle: Kann es sein, dass Monsterzucchini über Nacht im Garten geboren werden? Ich schwöre, dass ich abends beim Gießen immer genau kontrolliere, was da wächst. Ein paar Blüten und kleine Fruchtansätze, mehr ist da nie. Am nächsten Morgen recken sich dann grüne, anatomische Teile aus dem Beet, groß wie Arme und Beine, neuerdings auch wie Köpfe. Denn was ich zunächst für einen Riesenkürbis-Baby hielt, ist in Wirklichkeit die „Runde Zucchini“, nur dass auf der Samentüte leider nicht stand, wie groß die Früchte werden. Und auch von ihrem Tempo war keine Rede.

Wobei diese Eile auf die gesamte Natur zutrifft. Überforderte Kleingärtner ringen derzeit mit ihrem versehentlich angebautem Gemüseüberangebot – neben Zucchini sind auch ungewollte Kartoffel-Zentner gern ein Problem.