Viele Menschen finden es schwer sich, für eine Partei zu entscheiden. Doch statt überhaupt nicht zu wählen, ist es wichtig sich gründlich zu informieren. Die Grundlage einer Demokratie besteht darin, dass die Mehrheit der Bevölkerung aus Überzeugung zusammen Entscheidungen trifft. Dafür müssen Bürger sich ihren Meinungen und den Optionen bewusst sein. Wie entscheidet man sich für eine Partei?

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Teaser Berlin Wiki © BM Infografik | cs/BM

Es gibt eine Vielzahl von Ressourcen, die dabei helfen sollen, die richtige Entscheidung vor der Wahl zu treffen. Als erstes ist es wichtig, sich zu informieren, wofür die einzelnen Parteien stehen. Jede Partei arbeitet ein Wahlprogramm aus. Diese Dokumente sind oftmals mehrere Seiten lang. Verständlicherweise hat nicht jeder Zeit, sich alle davon durchzulesen. Deswegen sollte man verlässliche Quellen recherchieren, um Zusammenfassungen und Vergleiche zu lesen. Es gibt beispielsweise von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) Texte die Parteien zusammenfassen.

Die bpb empfiehlt außerdem folgendes:

  • Sich für die Partei zu entscheiden, dessen Ziele man unterstützt, die sich für ein Thema einsetzt, das einem sehr wichtig ist oder wenn einem die Kanditaten gefallen.
  • Wenn Themen schwer zusammenpassen und man mit keiner Partei vollkommen zufrieden ist: sich klar machen, welche Themen einem am wichtigsten sind.
  • Sich Sitzungen im Bundestag anschauen, im Fernsehen oder im Internet, um die Umgangsweise der Politiker miteinander zu observieren.

Die Website der bpb ist auf Deutsch und Englisch verfügbar. Verlässliche Medien sind daneben immer ein guter Ausgangspunkt, um sich in Themen einlesen. Wenn man meint, eine Partei gefunden zu haben, kann man sich dieses Wahlprogramm näher anschauen.

Wenn man trotzdem noch keine klare Antwort hat, lohnt es sich auf den Wahl-O-Mat zurückzugreifen. Dies ist ein Online-Fragebogen zu verschiedenen politischen Themen, der am Ende kalkuliert, welche Partei am meisten mit den persönlichen Meinungen übereinstimmt.

Außerdem hilft es immer, sich mit Menschen auszutauschen. Gute Gespräche zu führen ist der Kern einer Demokratie. Gedanken, Argumente und Sorgen mit jemandem zu reflektieren, hilft bei der Meinungsbildung. Man sollte nicht nur mit Menschen reden, die die eigene Meinungen teilen.