Das Berliner Bildungssystem steht vor großen Herausforderungen. In einigen Bezirken fehlen weiterhin Schulplätze, der Lehrkräftemangel verschärft sich und die Hochschulen kämpfen mit finanziellen Engpässen. Trotz einiger Fortschritte – etwa durch die Schulbauoffensive und die Entspannung bei den Kitaplätzen – steht die Berliner Landespolitik weiterhin vor zahlreichen Aufgaben.

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Teaser Berlin Wiki © BM Infografik | cs/BM

Bildung ist in Deutschland Ländersache. Der Bund kann bundesweite Standards anregen und fördern, die Ausgestaltung des Bildungssystems liegt jedoch in der Verantwortung der Länder. Berlin entscheidet daher eigenständig über Schulstrukturen, Lehrpläne, Ferienzeiten und Prüfungsanforderungen. Die Hauptverantwortung trägt die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

Im Mittelpunkt der bildungspolitischen Forderungen stehen der Abbau des Lehrkräftemangels und eine bessere Personalausstattung an Schulen und Horten. Viele Parteien setzen sich außerdem für kleinere Klassen, eine stärkere Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf sowie den Ausbau der Digitalisierung an Schulen ein. Kontrovers diskutiert werden hingegen die Leistungsbewertung, die Schulstruktur und der Zugang zu weiterführenden Schulen. Die Vorschläge reichen von der Beibehaltung klassischer Noten bis hin zu alternativen Formen der Leistungsbewertung sowie von einem stärker gegliederten Schulsystem bis zum Ausbau gemeinsamer Schulformen.

Berlin ist eine international renommierte Hochschulstadt mit zahlreichen Universitäten und Hochschulen. Gleichzeitig steht die Hochschulpolitik angesichts der angespannten Haushaltslage vor großen Herausforderungen. Geplante oder bereits beschlossene Einsparungen führen zu Stellenabbau, einem wachsenden Sanierungsstau und könnten langfristig auch das Studienangebot sowie die Zahl der Studienplätze verringern.

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