Um erfolgreich regieren zu können, benötigt der Berliner Senat eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus. Da einzelne Parteien in der Regel keine eigene Mehrheit erreichen, schließen sie sich zu einer Koalition zusammen. In Koalitionsverhandlungen einigen sie sich auf ein gemeinsames Regierungsprogramm, das die Grundlage ihrer Zusammenarbeit bildet.

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Vor den eigentlichen Koalitionsverhandlungen prüfen die Parteien in Sondierungsgesprächen zunächst, ob genügend inhaltliche Gemeinsamkeiten für eine Zusammenarbeit bestehen. In den anschließenden Koalitionsverhandlungen verhandeln sie über verschiedene Politikbereiche wie Finanzen, Bildung, Verkehr und Wohnungsbau. Dafür bilden sie Arbeitsgruppen, in denen Politikerinnen und Politiker sowie Fachleute gemeinsam Lösungen erarbeiten. Zudem wird festgelegt, welche Partei welches Ressort bekommt.

Die Ergebnisse der Verhandlungen werden in einem schriftlichen Koalitionsvertrag festgehalten. Meist stimmen die Mitglieder der beteiligten Parteien auf Parteitagen oder in Urabstimmungen über das Verhandlungsergebnis ab. Wenn alle Parteien zustimmen, wird der Vertrag unterzeichnet. Anschließend wählt das Abgeordnetenhaus den Regierenden Bürgermeister oder die Regierende Bürgermeisterin.

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