Interessengruppen sind organisierte Zusammenschlüsse von Personen oder Institutionen, die gemeinsame Anliegen vertreten. Sie verfolgen meist wirtschaftliche, soziale, politische oder ideelle Ziele. Zu den Interessengruppen zählen Wirtschafts- und Berufsverbände, die Arbeitgeber und -nehmer vertreten, aber auch gesellschaftliche Organisationen, die sich beispielsweise für Umwelt oder Verbraucherschutz einsetzen.

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Im Gegensatz zu Parteien streben Interessengruppen üblicherweise keine politischen Mandate an. Sie versuchen jedoch gesellschaftliche oder politische Entscheidungsprozesse zugunsten ihrer Mitglieder zu gestalten. Dazu stellen sie Fachwissen bereit oder beraten politische Akteure. Diese Einflussnahme nennt sich Lobbyismus.

Interessengruppen leisten einen wichtigen Beitrag zur politischen Beteiligung und Repräsentation von Bürgern. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass finanzstarke, gut organisierte Verbände größeren Einfluss ausüben und mehr Aufmerksamkeit erhalten als schwächere gesellschaftliche Gruppen.

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