Nach Wahltag in Deutschland wird jeweils die Wahlbeteiligung gemessen, also, wie viele der Wahlberechtigten tatsächlich ihre Stimme abgegeben haben. In der deutschen Öffentlichkeit wird genau darauf geachtet, wie sich die Wahlbeteiligung entwickelt.

Ein Beispiel: Bei der Bundestagswahl 2025 gaben in ganz Deutschland 82,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Das war die höchste Wahlbeteiligung bei einer Bundestagswahl seit 1987, damals lag sie noch bei 84,3 Prozent. Ihren Tiefpunkt hatte die Wahlbeteiligung 2009 bei gerade einmal 70,8 Prozent.

Diese Aufwärtsentwicklung wurde von vielen Menschen begrüßt, denn eine niedrige Wahlbeteiligung gilt vielen Beobachtern als Zeichen einer verbreiteten Unzufriedenheit mit dem politischen System und politischen Parteien. Auch stellt eine geringe Wahlbeteiligung die Frage, wie repräsentativ gewählte Politiker für die Bevölkerung sind.

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Teaser Berlin Wiki © BM Infografik | cs/BM

Doch: Bei Wahlen auf Landes- und Kommunalebene fällt die Wahlbeteiligung in der Regel deutlich niedriger aus. In Berlin gab es zum Beispiel 2023 bei der letzten Wahl zum Abgeordnetenhaus (Land) nur eine Wahlbeteiligung von 63,1 Prozent.