Daten und Fakten über erektile Dysfunktion
Eine erektile Dysfunktion (ED) betrifft in Deutschland laut aktuellen Statistiken etwa 3–4 Millionen Männer. Die Häufigkeit nimmt mit steigendem Alter deutlich zu. Somit sind aktuell zwischen 30–50 Prozent der Männer über 40 Jahren von einer dauerhaften oder vorübergehenden erektilen Dysfunktion betroffen.
Hält die Erkrankung länger als sechs Monate an, gilt sie als chronisch. Häufige Ursachen sind zugrunde liegende Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und weitere Lebensstilfaktoren – wie etwa eine ungesunde Lebensweise, bedingt durch hoch verarbeitete Lebensmittel und zu wenig Sport.
Auswirkungen erektiler Dysfunktion auf die Lebensqualität
Erektile Dysfunktion (ED) ist ein häufiges Gesundheitsproblem, das für die Betroffenen erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität mit sich bringt. Je mehr der oben bereits genannten gesundheitlichen Faktoren für eine erektile Dysfunktion sprechen, desto häufiger tritt sie chronisch auf. Betroffene möchten wissen, was bei einer erektilen Dysfunktion nachweislich helfen kann.
Studie zu Erektionsstörungen
Im Rahmen der Deutschen Männersex-Studie wurden aussagekräftige Daten über Erektionsstörungen erhoben. Zu dieser Studie wurden per Zufallsprinzip Männer im Alter von 45 Jahren eingeladen. Es wurden dabei insgesamt 10.135 heterosexuelle, sexuell aktive Männer aus Europa in diese Analyse eingeschlossen.
Gearbeitet wurde vorrangig mit dem Internationalen Index der Erektilen Funktion (IIEF). Dabei handelt es sich um einen validen, mehrdimensionalen Fragebogen zur besseren Diagnose und Schwere von vorliegenden Erektionsstörungen. Er misst die vorhandene erektile Funktion, das sexuelle Verlangen, die sexuelle Zufriedenheit sowie die Gesamtzufriedenheit der Teilnehmer. Der ermittelte Gesamtscore hilft dabei, den Therapieerfolg während der Behandlung von Erektionsstörungen zu bewerten. Mögliche weitere Risikofaktoren für Erektionsstörungen wurden mit Hilfe von Fragebögen zur Selbsteinschätzung ermittelt. Es wurden zusätzlich ein Anamnesegespräch und eine kurze körperliche Untersuchung durchgeführt.
Zusammenhänge zwischen dem allgemeinen Gesundheitszustand und erektiler Dysfunktion
Die Zusammenhänge zwischen Erektionsstörungen und anderen gesundheitlichen Faktoren (z. B. Depressionen, Diabetes, Hypertonie, Symptome der unteren Harnwege) sowie weiteren Lebensstilfaktoren (z. B. Adipositas, Rauchen, Bewegungsmangel und allgemein schlechter Gesundheitszustand) wurden tiefgreifend analysiert.
In dieser beispielhaften Studie waren 25,2 % der Männer von erektiler Dysfunktion betroffen (schwer: 3,1 %; mittelgradig: 9,2 %; leicht bis mittelgradig: 4,2 %; leicht: 8,7 %). Von den Männern mit Erektionsstörungen wiesen 48,8 % mindestens mittelschwere oder sogar schwere Symptome der genannten Begleitkrankheiten auf. Die Neigung zu Erektionsstörungen stieg deutlich mit der Anzahl der zutreffenden Risikofaktoren. Bei Männern mit 5–8 Risikofaktoren erreichte der Anteil der vorliegenden Erektionsstörungen bis zu 68,7 % - ein enorm hoher Wert, der einen direkten Zusammenhang zwischen dem restlichen Gesundheitszustand und Erektionsstörungen nahelegt.
Behandlungsmöglichkeiten erektiler Dysfunktion
Mittlerweile gibt es auf dem Markt viele verschiedene Angebote und auch Medikamente gegen erektile Dysfunktion.
Die Behandlungsmöglichkeiten in Deutschland sind vielfältig und reichen von PDE5-Hemmern (wie Sildenafil-Spray) bis hin zu modernen, innovativen Therapien wie der Stammzellentherapie, begleitet von weiteren Unterstützungs- und Beratungsangeboten. Medikamente können Erektionsstörungen zwar effektiv lindern, behandeln jedoch nicht auch deren Ursache. Eine Anpassung des Lebensstils, eine gesündere Lebensweise und mehr Bewegung helfen effektiv weiter. Männer mit Depressionen sollten sich therapeutische Unterstützung suchen, um beide Probleme in Angriff zu nehmen.


