Reno Jünemann, Inhaber des Schuhladens „Jünemann’s Pantoffeleck“, Mitte: „Dass unsere Kunden uns online die Treue gehalten haben, war unser Glück“, sagt Reno Jünemann. Er ist Inhaber des kleinen Schuhladens „Jünemann’s Pantoffeleck“ an der Torstraße in Mitte, den es bereits seit 113 Jahren gibt. In diesen Tagen hätte er so viel zu tun, dass Kunden teilweise acht Wochen auf ihre neuen Hausschuhe warten müssen. „90 Prozent läuft derzeit über Versand.“ Doch das war nicht immer so. Vor der Pandemie machte der Onlineshop lediglich ein Drittel des Umsatzes aus. Ansonsten kamen die Kunden ins Geschäft oder kauften auf Messen und Veranstaltungen seine handgemachten Schuhe. Das sei während der Pandemie teils ersatzlos weggefallen. Auch das Ausbleiben der Touristen spürte er in seinem Geschäft. „Sie bringen uns sonst über den Sommer“, sagt Jünemann. Die weggefallene Testpflicht erleichtert ihn. „Ich habe kein Problem, meinen Kunden ihre Pantoffeln zu schicken“, sagt er. Aber er will sie auch an seiner Arbeit teilhaben lassen, einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. „Das macht den Betrieb aus.“
Jünemann’s Pantoffeleck, Torstraße 39, 10119 Berlin-Mitte, Webseite: www.pantoffeleck.de/


