Marcus Mörcke hofft nicht auf den Sommer, sondern auf den Herbst. Nicht nur, weil bis dahin viele Menschen vollständig geimpft sein werden und so wieder angstfreier einkaufen können, sondern auch weil es wieder dunkel wird.

 „Als Betreiber eines Lampengeschäfts ist die helle Zeit nicht gerade umsatzstark“, so der 57-jährige Inhaber des Lichthauses Mörcke an der Oranienburger Straße in Wittenau. Der Lockdown gerade seit Dezember 2020 sei deswegen besonders hart für ihn gewesen. „Ich bin alleine in meinem Geschäft, habe keine Corona-Hilfen bekommen und nur eine kleine Internet-Präsenz“, so Mörcke, „ich habe alles selbst gestemmt.“ Verkauft habe er in dieser Zeit vor allem Produkte des täglichen Bedarfs wie Glühbirnen und Batterien für Hörgeräte: „Auch Kleinvieh macht Mist, aber trotzdem habe ich bis zu 50 Prozent Einbußen gehabt“, sagt er, „es kann daher nur Bergauf gehen.“  Allein der Wegfall der Testpflicht im Einzelhandel sei schon ein Vorteil: „Gerade vielen meiner älteren Kunden war das alles zu umständlich“, erklärt Mörcke, „aber mit einer höheren Impfquote wird sich bestimmt auch die Einkaufsbereitschaft zum Besseren wenden.“

"Lichthaus Mörcke“, Oranienburger Straße 221, 13437 Berlin, Mo. bis Do., 10 bis 18 Uhr, Fr., 10 bis 14 Uhr, Sbd., 10 bis 13 Uhr, www.lichthaus-moercke.de