Der von der Gewerkschaft Verdi angekündigte Warnstreik trifft Passagiere der Lufthansa in Berlin erneut hart: Die Airline hat für den Dienstag sämtliche Abflüge und Ankünfte am Flughafen BER gestrichen, wie aus der Flugübersicht des Airports hervorgeht. Verdi hat die Lufthansa-Bodenbeschäftigten zum Streik aufgerufen, die also in der Wartung, der Passagier- und Flugzeugabfertigung tätig sind. Insgesamt verhandelt die Gewerkschaft mit der Lufthansa derzeit über einen neuen Vergütungstarifvertrag für 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Verdi und die Lufthansa haben sich bislang zu drei Verhandlungsrunden getroffen, allerdings keine Einigung erzielt. „Das Angebot der Arbeitgeber aus der zurückliegenden Verhandlungsrunde wurde in den vergangenen Tagen breit in den Belegschaften diskutiert. Dabei haben 96 Prozent der Beschäftigten das Angebot abgelehnt“, hieß es zur Begründung des aktuellen Warnstreiks. Verdi fordert für die Beschäftigten 12,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro monatlich. Dazu kommt eine Inflationsprämie in Höhe von 3000 Euro.
Streik bei Lufthansa: Betroffene Reisende sollen nicht zum Flughafen fahren
Andere Fluggesellschaften, die zur Lufthansa-Gruppe gehören, sind vom Streik nicht betroffen. Flüge von Eurowings oder Austrian Airlines finden vom Flughafen BER also planmäßig statt. Neben dem BER hat die Gewerkschaft auch an den Lufthansa-Standorten Frankfurt/Main, München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart zum Warnstreik aufgerufen. Der Streik endet laut Verdi am Mittwoch um 7.10 Uhr. Die Lufthansa bittet Reisende, deren Flüge gestrichen wurden, nicht zum Airport zu fahren. Aufgrund des Streiks seien auch die Umbuchungsschalter nicht besetzt, heißt es. Verdi hatte bereits Anfang Februar zu einem ersten Warnstreik aufgerufen, auch damals wurden sämtliche Lufthansa-Flüge am BER gestrichen.


