Ein eigenes Zimmer innerhalb der Wohnung – das steht längst nicht allen Berlinerinnen und Berlinern zur Verfügung. Insbesondere kinderreiche Familien können ihrem Nachwuchs den Wunsch nach Privatsphäre hinter der eigenen Zimmertür häufig nicht erfüllen. Das geht aus den Daten hervor, die das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Mittwoch veröffentlicht hat. Demnach verfügten im vergangenen Jahr rund die Hälfte (49 Prozent) der Berliner Mieterhaushalte mit mindestens vier Personen nur über maximal drei Wohnräume.

Die von den Statistikern veröffentlichten Daten stammen aus der Mikrozensus-Zusatzerhebung Wohnen im vergangenen Jahr. Als Wohnraum zählen alle Wohn-, Ess- und Schlafzimmer sowie andere separate Räume. Nicht dazu zählen Nebenräume wie Küche, Bäder, Toiletten, Flure, Abstellräume sowie gewerblich genutzte Räume oder Balkone.

Der Durchschnitt liegt bei knapp zwei Wohnräumen pro Person

Ein deutlich großzügigeres Bild vermittelt dagegen die Betrachtung der Zimmerzahl, wenn alle Haushaltsgrößen betrachtet werden. Wie die Mikrozensus-Erhebung im vergangenen Jahr weiter ergeben hat, haben die Haushalte in Berlin demnach im Schnitt 2,7 Wohnräume zur Verfügung. Unter Berücksichtigung der Haushaltsgröße ergeben sich dadurch 1,7 Wohnräume je Person.

Singles haben mehr Platz

Das liegt vor allem daran, dass in mehr als der Hälfte der Berliner Haushalte nur ein Mensch wohnt. Nach Angaben der Statistiker belegten die Singles 2022 nur zu etwa einem Viertel (26 Prozent) eine Einzimmerwohnung. Rund die Hälfte (49 Prozent) hatte jedoch zwei Räume zur Verfügung und ein weiteres Viertel (25 Prozent) sogar mehr als zwei Räume.