Berlin

Helmut Berger debütiert in „Liberté“ an der Volksbühne

Berlin. Filmidol, Abstieg, Dschungelcamp: Helmut Berger wagte an der Berliner Volksbühne sein spätes Theaterdebüt. In der Uraufführung des Kostümschinkens „Liberté“ verkörpert er einen dahinsiechenden Lebemann. In seiner heruntergekommenen Sänfte empfängt der Duc de Walchen die Leute, um über die Abgründe der Sexualität zu sinnieren. Berger sagt nur wenig, ist aber in seiner strengen Artikuliertheit sehr präsent. Albert Serras geziertes Stück über freie Liebe, Syphilis und Kurtisanentum zwischen dem französischen und preußischen Hof im Jahre 1774 ist düster, ziemlich prüde und melancholisch. Die Libertinage bereitet wenig Spaß. Ingrid Caven beeindruckte als charaktervolle gealterte Duchesse de Valselay. Der Applaus ist zurückhaltend.

Eine ausführliche Kritik lesen Sie in der morgigen Ausgabe.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.