Die Füchse Berlin sind in der Jugendarbeit im deutschen Handball das Maß aller Dinge. Gerade erst bekam der Verein zum elften Mal in Folge das „Jugendzertifikat mit Stern“, die höchste Auszeichnung für professionelle Jugendarbeit. Im vergangenen Sommer feierte die B-Jugend den neunten Meistertitel für die Füchse, auch in diesem Jahr sind A- und B-Jugend auf dem besten Weg, sich wieder für die Spiele um den Titel zu qualifizieren.

Dieses Jahr sind aber erstmals auch die Profis nach dem Abschluss der Hinrunde noch mitten im Rennen um den Titel. Nur zwei Punkte hinter dem Titelverteidiger und Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen ist noch alles möglich. Favorit sind sie deshalb allerdings noch nicht, das Hinspiel gegen die Löwen Mitte Dezember verloren sie deutlich. Im ersten Heimspiel in der DKB Handball-Bundesliga nach der Winterpause steht aber gleich Mitte Februar die Revanche an.

Davor geht es bereits am 7. Februar los, im EHF-Pokal empfangen die Füchse dann Saint-Raphaël Var Handball. Im November schafften sie gegen den FC Porto souverän den Einzug in die Gruppenphase. Neben den Franzosen stehen im Februar und März auch noch Lugi HF aus Lund, Schweden und Helvetia-Anai-tasuna aus dem spanischen Pamplona auf dem Programm.

Diese Gruppenphase erfolgreich zu meistern, ist das erklärte Ziel der Berliner Handballer, um dann über das Viertelfinale ins Finalturnier einzuziehen. Vergangenes Jahr waren sie erst dort gescheitert und hatten den Titelgewinn knapp verpasst. Der Grundstein für einen Erfolg in diesem Jahr kann am 7. Februar gelegt werden, ausnahmsweise in der Potsdamer MBS-Arena. Da die Max-Schmeling-Halle aufgrund der Hockey-EM belegt ist, weichen die Berliner erstmals zu ihrem Partnerverein, dem 1. VfL Potsdam, aus.

Ein weiteres „Endspiel“ im Fuchsbau Max-Schmeling-Halle steht dagegen schon fest. Mit souveränen Auftritten im DHB-Pokal konnten die Berliner sich für das Viertelfinale qualifizieren. Das findet am 7. März gegen den SC Magdeburg statt. Die eingefleischten Füchse-Fans und Sportkenner erinnern sich gleich an das dramatische Spiel am zweiten Weihnachtsfeiertag, das mit einem 23:23 endete. Im Pokal wird es einen Sieger geben müssen, der dann zum sportlich und finanziell reizvollen REWE Final Four Anfang Mai nach Hamburg fährt.

Der Minuspunkt gegen den SC Magdeburg ist einer von nur acht aus den ersten 19 Spielen der DKB Handball-Bundesliga. Dabei resultieren alle Punktverluste aus Spielen gegen die Topclubs des oberen Tabellendrittels, diese Konstanz kann kein anderer Club vorweisen. Daran anzuknüpfen und im Meisterschaftsrennen zu bleiben, lautet daher auch die klare Devise für die zweite Saisonhälfte.

Ein paar kleinere Änderungen im Kader gab es in der Winterpause auch noch. Nach dreieinhalb Jahren hat Petar Nenadic die Füchse für den internationalen Topclub Telekom Veszprém verlassen. Dafür kam schon im Dezember mit Stipe Mandalinic der Torschützenkönig der Champions League, außerdem wurde Eigengewächs Oliver Milde zurückgeholt. Für den verletzten Kreisläufer Ignacio Plaza Jimenez wurde der international erfahrene Däne Johan Koch verpflichtet. Sie alle werden gemeinsam einen Titelgewinn in einem der drei Wettbewerbe anstreben. Und dazu hat die auch Jugend eine realistische Chance auf den zehnten Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Auf eine Partie der DKB Handball-Bundesliga können sich unsere Abonnenten besonders freuen: Am 22. Februar empfangen die Füchse den SC DHfK Leipzig. Die Berliner Morgenpost ist bei dem Spiel „Presenter of the Day“, daher haben wir für unsere Abonnenten diesmal ein extra großes Kontingent an Tickets gesichert. Vor Ort werden wir die Halle mit besonderen Maßnahmen, wie einem Gewinnspiel in der Halbzeitpause, begeistern.