Nur noch ein Tag bis zur US-Präsidentenwahl: Mit einer Serie von Kundgebungen in besonders umkämpften Bundesstaaten wollen die Kontrahenten Hillary Clinton und Donald Trump die entscheidenden Stimmen für ihren Sieg an diesem Dienstag zusammenbekommen.
Vor allem der Republikaner Trump spurtet geradezu durch die USA: Bis zum Wahltag will er zehn Staaten besuchen. Die Demokratin Clinton tritt etwas kürzer: Sie hatte für Sonntag zwei Kundgebungen geplant. Am Montag wird sie nach Stopps in North Carolina und Michigan zum Finale in Pennsylvania auftreten.
Trumps hektisches Schlussprogramm spiegelt seine Ausgangslage kurz vor der Wahl wider. Eine am Sonntag veröffentlichte Umfrage des Senders ABC und der „Washington Post“ zeigte Clinton US-weit mit fünf Prozentpunkten vor ihrem Rivalen. Eine Erhebung von NBC und „Wall Street Journal“ ergab einen Vorsprung von vier Punkten. Wichtiger noch: Umfragen zeigen weiterhin eine solide Führung für Clinton bei den Stimmen im Wahlmännergremium, das am Ende den Präsidenten entsprechend den Ergebnissen in den 50 Bundesstaaten bestimmt. In einigen wenigen scheint sich das Gewicht zwar etwas zugunsten von Trump verschoben zu haben, aber er müsste weiterhin eine Serie der umkämpften Staaten hinzugewinnen, um Clinton zu schlagen.
Am Sonntagabend gab es noch eine gute Nachricht für Clinton in der E-Mail-Affäre: Die Bundespolizei FBI teilte mit, dass eine Prüfung von neu entdeckten E-Mails keine Hinweise auf ein kriminelles Verhalten der Kandidatin ergeben habe. Die Bewertung seines Büros vom Juli bleibe gültig, schrieb FBI-Chef James Comey an Kongressmitglieder. Hillary Clinton habe zwar einen „extrem verantwortungslosen Umgang“ mit den E-Mails gepflegt, Hinweise auf einen bewussten Gesetzesverstoß hätten sich aber nicht gefunden.
Auch wenn die letzten US-Wahllokale erst am Mittwochmorgen 6 Uhr unserer Zeit schließen, werden bereits ab Mitternacht Ergebnisse erwartet. Seiten 2 und 3

