Die Internationale Tourismusbörse (ITB) hat am Mittwochvormittag in Berlin begonnen. Die weltgrößte Reisemesse feiert ein Jubiläum: Sie wird in diesem Jahr zum 50. Mal ausgerichtet. Etwa 10.000 Aussteller aus 187 Ländern und Regionen zeigen bis Sonntag ihre Produkte und Trends. An den ersten drei Tagen werden rund 100.000 Fachbesucher unterm Funkturm erwartet. Am kommenden Wochenende wird die ITB dann auch für Privatbesucher geöffnet. Partnerland sind die Malediven.

Die Unternehmen erhoffen sich von der Messe einen kräftigen Schub für ihr Geschäft. Nach Terroranschlägen waren die Buchungszahlen für Ziele in den beliebten Reiseländern Türkei, Ägypten und Tunesien zum Jahresanfang um 40 Prozent und mehr abgesackt.

Doch die Deutschen wollen nicht aufs Reisen verzichten. Für dieses Jahr haben 59 Prozent feste Pläne, weitere 11 Prozent wollen wahrscheinlich verreisen. Das ist das Ergebnis der Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR), die am Mittwoch auf der ITB vorgestellt wurde. Nur 12 Prozent wollen demnach sicher nicht verreisen.

Im vergangenen Jahr ließen sich die Bundesbürger ihren Urlaub der Studie zufolge 87 Milliarden Euro kosten. Die Ausgaben stagnierten damit in etwa auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Dabei gaben die Deutschen 2015 etwas weniger Geld für Urlaubsreisen von mindestens fünf Tagen Dauer aus: Die Summe sank von mehr als 67 Milliarden Euro in 2014 auf 65,9 Milliarden Euro. Im Schnitt wurden pro Person und Reise 954 Euro gezahlt. Die Ausgaben für Kurzreisen legten dagegen von knapp 20 Milliarden auf 21,1 Milliarden Euro zu. Deutschland war das beliebteste Ziel. 29 Prozent der Reisen entfielen auf das eigene Land, gefolgt von Spanien (13,1 Prozent), Italien (8,2 Prozent), Türkei (7,3 Prozent) und Österreich (5,3 Prozent). Seite 11