Der Senat macht den Weg für den Kauf von Containern und modularen Unterkünften für Flüchtlinge in Höhe von 680 Millionen Euro frei. Kommende Woche sollen die Container für 30 Standorte bestellt und die Aufträge für die ersten 26 Modularbauten erteilt werden. 34 weitere Modularbauten werden noch einmal danach in Auftrag gegeben. Dadurch sollen Unterkünfte für 15.000 Flüchtlinge in Containern und für 24.000 in Modularbauten entstehen. In diesem Jahr gibt Berlin bis zu 80 Millionen Euro für die Container und rund 240 Millionen Euro für die Modularbauten aus. Die restlichen 360 Millionen Euro fallen im kommenden Jahr an, kündigte Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen am Dienstag nach der Sitzung des Senates an.

Je Standort sollen 500 Flüchtlinge untergebracht werden. Einzige Ausnahme: der Flughafen Tempelhof. Hier sollen Containerunterkünfte für 1000 Menschen entstehen, ursprünglich waren hier doppelt so viele Plätze geplant.

Am Dienstag informierte der Senat die Bezirke über die geplanten Standorte. Das größte Potenzial sieht der Senat in Marzahn-Hellersdorf, Pankow, Lichtenberg, Spandau und Treptow-Köpenick. Nach derzeitigen Planungen sind für die ersten 26 modularen Bauten sieben Standorte in Marzahn-Hellersdorf geplant, vier in Lichtenberg, jeweils drei in Neukölln, Pankow und Steglitz-Zehlendorf, zwei in Treptow-Köpenick und jeweils eine in Friedrichshain-Kreuzberg, Reinickendorf, Spandau und Charlottenburg-Wilmersdorf. In den Bezirken Mitte und Tempelhof-Schöneberg entstehen in dieser ersten Phase keine Unterkünfte, dort sind erst später welche geplant.Seite 2 und 9