Die Berliner CDU hat vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) Aufklärung bei der heutigen Senatssitzung darüber verlangt, ob Sozialsenator Mario Czaja (CDU) von der Senatskanzlei ausspioniert wurde. Die CDU sei „empört und überrascht“ über einen Bericht, der im Auftrag von Senatssprecherin Daniela Augenstein über einen Auftritt Czajas bei einer Veranstaltung der Berliner Morgenpost zur Flüchtlingspolitik angefertigt worden sei, sagte CDU-Generalsekretär Kai Wegner am Montag. Augenstein wies die Kritik zurück. „Der Vorwurf, die Senatskanzlei habe Senatoren bespitzelt, ist Quatsch“, sagte Augenstein. „Ich bedauere es, wenn es falsch angekommen ist.“ Es sei „mitnichten als Aufpassen oder Bespitzelung“ zu verstehen. Die Regierungssprecherin hatte einen Mitarbeiter beauftragt, die Veranstaltung „Morgenpost vor Ort“ zur Flüchtlingspolitik am vergangenen Mittwoch zu besuchen und einen Bericht darüber anfertigen lassen. Seiten 2 und 9