Während auch am Freitag Flüchtlinge am Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) an der Turmstraße in Moabit in einer langen Schlange und im Regen auf ihre Registrierung warteten, haben Bundestag und Bundesrat im Eilverfahren die Verschärfungen im Asylrecht durchgesetzt. Sie können damit am 1. November in Kraft treten. Im Bundestag votierten 475 von 600 Abgeordneten für die Pläne, 68 dagegen, 57 enthielten sich. Im Bundesrat stimmten auch Länderregierungen mit Beteiligung der Grünen mit Ja, obwohl sie einzelne Punkte des Kompromisspakets ablehnen. Thüringen, Bremen, Brandenburg und Niedersachsen hatten sich enthalten.
In Berlin sollen nun auch Gewerbehallen den anhaltenden Ansturm von Flüchtlingen aufnehmen. So wird von heute an im Spandauer Ortsteil Hakenfelde eine alte Gewerbehalle als Notunterkunft genutzt. 1500 Menschen sollen dort nächtigen. Auch in der früheren Tetrapak-Fabrik in Heiligensee sollen demnächst Flüchtlinge unterkommen. Seiten 2 und 3

