Jahrelang konnten Immobilienmakler in Berlin darauf bauen, dass immer der Wohnungssuchende ihre Bemühungen um die Vermittlung einer Wohnung bezahlte. Vor 100 Tagen beendete die Bundesregierung diese Praxis. Nach dem „Bestellerprinzip“ muss nun derjenige die Provision zahlen, der den Makler beauftragt hat. Das hat Folgen: Rund 84 Prozent der Makler, die in der Vermietung von Wohnraum aktiv sind, beklagen seit der Einführung der Regulierung erhebliche Umsatzeinbußen. Das geht aus einer Studie hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Rund 47 Prozent der Makler schätzen die aktuelle Situation als so bedrohlich ein, dass sie ihre wirtschaftliche Existenz gefährdet sehen. So mussten 71 Prozent den Rotstift ansetzen. Gespart wird vor allem an Marketing- und Werbeausgaben (49,9 Prozent).Seite 14