Wie in den Jahren zuvor werden zum Marathon neben den Läufern aus aller Welt auch wieder bis zu zwei Millionen Besucher erwartet, die das Sportereignis der Extraklasse am Rand der Laufstrecke verfolgen und die Läufer anfeuern werden. Während die Touristen ihre Zimmer wie sonst in allen Kategorien und Gegenden der Stadt buchen, konzentrieren sich die Teilnehmer des Marathons auf Unterkünfte, die möglichst in der Nähe des Start- und Zielbereichs liegen. Beliebt sind da vor allem Low-Budget-Hotels und Hostels, wo oft für einen vergleichsweise günstigen Preis Zimmer gebucht werden konnten.
Bereits Anfang September waren viele Drei- und Vier-Sterne-Häuser in Mitte ausgebucht, so eine Mitarbeiterin der Tourismus-Gesellschaft „Visit Berlin“. Spezielle Angebote hat der Veranstalter des Marathons mit vier Berliner Hotels für die Teilnehmer an diesem Wochenende ausgehandelt, mit dem Motel One Berlin-Spittelmarkt, dem Alexander Plaza Berlin, dem Estrel in Neukölln und dem Hotel am Steinplatz.
Während sich das Gros der Läufer selbst um einen Schlafplatz kümmern muss, wurde für die Unterbringung der Weltklasseläufer gesorgt. Die nächtigen – teilweise schon seit Dienstag – im Luxus-Hotel Intercontinental an der Budapester Straße. Das hat bereits Erfahrung mit den zumeist afrikanischen Langlaufstars. Hotel-Sprecherin Christiane Reisberger verriet vorab Details der Gästeverköstigung. So gibt es einen Runners-Bereich mit Drinks, Snacks und Obst. Beim Pasta-Buffet am 26. September ist Blattsalat mit Salzlakenkäse, Oliven, Tomaten und Spreewaldgurken im Angebot. Als Pasta to Go gibt es Penne, Spaghetti, Orichette mit Tomaten-Stew, Parmesan, geräuchertes Ratatouille und gegrilltes Huhn, Bolognese und Mozzarella mit Pesto. Zum Frühstück wird ab 5.30 Uhr Tagliatelle mit Vanillerahm oder vegetarischer Bolognese gereicht.
Das Vier-Sterne-Hotel „Berlin, Berlin“ am Lützowplatz hat sich voll auf die Marathonläufer eingestellt. „Wir veranstalten am Vorabend des Laufs eine Pasta-Party, am Lauftag selbst gibt es ab 5 Uhr Frühstück“, sagt Hotel-Direktor Jan-Patrick Krüger, der selbst begeisterter Marathon-Läufer ist. Mit seinen speziellen Angeboten und seiner Nähe zum Start und Ziel am Brandenburger Tor konnte das Hotel mit mehr als 700 Zimmern offensichtlich bei den Läufern punkten. „Wir waren schon Anfang September komplett ausgebucht“, so Krüger, der am Sonntag selbst mit an den Start geht. Dann will er seine Zeit von seiner Berliner Marathon-Premiere im vergangenen Jahr von knapp über drei Stunden deutlich verbessern. Das Zeug dazu hat er, denn beim diesjährigen Stockholm-Marathon ist der 43-Jährige 2:46:22 Stunden gelaufen.

