Der Name Humboldt ist überall präsent in Berlin, erst Recht nach der Entscheidung, das neu errichtete Berliner Stadtschloss zum „Humboldtforum“ zu machen. Als figürliche Darstellung sind die Statuen der Humboldt-Brüder vor der Humboldt-Universität den meisten bekannt. Einem der beiden begegnet man aber auch mitten auf der Budapester Straße 31 in Tiergarten. Dort steht ein überlebensgroßes Bronzestandbild Alexander von Humboldts, dessen rechte Hand auf einem Globus liegt, genau über dem südamerikanischen Kontinent, den er über Jahre bereiste.
Das 1999 eingeweihte Denkmal steht nicht zufällig hier, sondern genau vor dem Eingang des Alexander-von-Humboldt-Hauses, in dem das Deutsche Institut für Normung (DIN) residiert. Als Erbauungszeitraum ist auf einer im Boden eingelassenen Bronzetafel „1878/1999“ vermerkt, auf den ersten Blick eine merkwürdige Angabe. Sie kommt zustande, weil letztlich zwei Künstler an dem Denkmal mitwirkten. Ende der 1870er-Jahre schuf der Bildhauer Gustav Blaeser großformatige Halbreliefs der Humboldt-Brüder als Teil eines Figurenprogramms im Sockel des Denkmals für den preußischen König Friedrich Wilhelm III in Köln. Blaeser war Schüler des berühmten Bildhauers Daniel Friedrich Rauch. Seine Arbeit wiederum diente dem Künstler Andre Jeschar als Vorbild für das Bronzestandbild an der Budapester Straße.
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