Im Anschluss an die Innenministerkonferenz (IMK) in Mainz erklärte er im Wortlaut: "Die aktuellen Ereignisse in Frankreich zeigen, wie unverändert hoch die Bedrohungslage in Europa ist. Das, was wir an Nachrichten derzeit bekommen, ist sehr besorgniserregend. Der islamistische Terrorismus ist und bleibt die größte Bedrohung für unsere Sicherheit. Dieses Thema hat auch auf der IMK eine entscheidende Rolle gespielt. Wir müssen dafür sorgen, dass brutalisierte Rückkehrer aus Syrien und Irak nicht den IS-Terror in unsere Städte tragen."
"Wir haben deshalb intensiv über Maßnahmen gegen gewaltbereite Salafisten diskutiert, etwa den Verlust der Staatsangehörigkeit für Personen, die sich terroristischen Kampfgruppierungen anschließen. Eine wichtige Rolle spielt für mich dabei auch der Schutz unserer Sicherheitskräfte. Die Terroranschläge von Paris haben gezeigt, dass wir es mit entschlossenen und hochgerüsteten Terroristen zu tun haben. Diese Personen stellen auch für die eingesetzten Sicherheitskräfte eine enorme Bedrohung dar."
"Die Gremien der IMK werden die Ausstattung der Sicherheitskräfte analysieren und Handlungsempfehlungen erarbeiten. Bis Herbst sollen dazu Ergebnisse vorliegen. Diese werden wir dann auch in Berlin mit hoher Priorität erörtern. Aber auch unabhängig von der aktuellen Sicherheitslage ist es mir ein Anliegen, die Sicherheit bei der Polizei deutlich zu erhöhen. Ich strebe an, dass wir die Mittel für Schutzausstattung im kommenden Doppelhaushalt deutlich anheben, etwa für die Anschaffung von ballistischen Helmen für die Spezialeinsatzkräfte."
"Gleichzeitig bedauere ich es sehr, dass auf der IMK keine Einigung darüber erzielt werden konnte, einen neuen Strafrechtsparagraphen zum Schutz von Polizisten und Rettungskräften einzuführen. Ein solches Bekenntnis wäre aus meiner Sicht ein wichtiges Signal gewesen. Eine Uniform ist keine Zielscheibe. Für mich bleibt es dabei, dass es hier eine Lücke gibt, die wir schließen müssen. Die Menschen, die täglich den Kopf für unsere Sicherheit hinhalten, müssen geschützt werden. Henkel begrüßte die weiteren Beschlüsse der IMK, insbesondere zur Einbruchsprävention und zur Bekämpfung der Gewalt im Fußball. Insbesondere die Kontigentierung der Gästetickets bei Hochrisikospielen könne eine wirksame Maßnahme sein, so Henkel. Dafür wolle sich die IMK einsetzen."


