Ihr kennt doch alle das große Tempelhofer Flughafenfeld, auf dem man so gut seine Drachen steigen lassen kann. Am Rande des Feldes, am Columbiadamm, sind auch ein paar Flugzeug-Oldies zu sehen: Rosinenbomber. Einer dieser Flieger hängt auch am Technischen Museum und ist Euch bestimmt schon mal aufgefallen. Die Rosinenbomber spielten in der Geschichte Berlins eine große Rolle. Sie waren eine große Hilfe für die West-Berliner im Jahr 1948/49. Die Rosinenbomber sind auf dem Tempelhofer- Feld gelandet und auf einem ehemaligen Flughafen in Gatow, aber auch auf dem Flughafen in Tegel, der immer noch in Betrieb ist.
In den Rosinbombern wurden Nahrungsmittel oder Medizin, aber auch Brennstoffmittel transportiert, wie die Website des Zehlendorfer Alliiertenmuseums berichtet. Dies alles wurde gemacht, weil die sowjetische Blockade West-Berlins zwischen dem 19. und 29. Juni 1948 andauerte. In dieser Zeit konnte nichts mehr über die Straßen-, Schienen- und Wasserwege transportiert werden und nur über den Luftweg konnten die westlichen Alliierten –Amerikaner, Engländer und Franzosen - Berlin mit seinen damals über zwei Millionen Einwohnern versorgen. Ohne die Luftbrücke wären die Einwohner West-Berlins verhungert.
Das Alliiertenmuseum meint, dass an manchen Tagen sogar mehr Güter auf dem Luftweg waren, als zur Zeit vor der Blockade auf den Landwegen. Die drei Westmächte bauten die Luftbrücke aus, ein US-General namens William H. Turner optimierte sie noch und wurde zum Oberbefehlshaber der Combined Airlift Taskforce ernannt.
Aufgrund der gut und medienwirksam funktionierenden Luftbrücke beendete die sowjetische Besatzungsmacht die Blockade am 12. Mai 1949 – sie war für die Sowjet-Union zu kostspielig. Trotzdem wurde die Luftbrücke noch weitere vier Monate genutzt.
Noch mehr könnt Ihr über die Luftbrücke auf der Internetseite des Alliiertenmuseums herausfinden unter: www.alliertenmuseum.de


