Auszeichnung

In Prenzlauer Berg wurde der Food Mover Award verliehen

Mit dem Preis zeichnen das Magazin „B-Eat“ und die Berlin Food Week Persönlichkeiten aus, die die Neue Deutsche Küche maßgeblich beeinflussen.

Food Mover Avard in der Locationen "Von Greifswald", Lilli-Henich-Strasse 10, mit dem Gewinner Patrick Wodni

Food Mover Avard in der Locationen "Von Greifswald", Lilli-Henich-Strasse 10, mit dem Gewinner Patrick Wodni

Foto: David Heerde

In dem zur Event-Location umgebauten alten Güterbahnhof Von Greifswald an der Lilli-Henoch-Straße in Prenzlauer Berg sollte am Montagabend erstmals der Food Mover Award verliehen werden. Mit dem Preis zeichnen das Magazin „B-Eat“ und die Berlin Food Week Persönlichkeiten aus, die die Neue Deutsche Küche maßgeblich beeinflussen.

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Als „Game Changer“ wurde Patrick Wodni ausgezeichnet. Der Berliner arbeitete im „Nobelhart Schmutzig“, bevor er sich entschloss, Sterne- gegen Großküche einzutauschen. Im Krankenhaus Havelhöhe bewies er, dass gesundes, regionales und saisonales Essen für fünf Euro am Tag möglich ist. Aktuell arbeitet er daran, das Essen in Berliner Kantinen besser zu machen. „Gutes Essen für alle - ich glaube daran, sonst brauchen wir gar nicht erst anfangen“, so Wodni.

In den Kategorien „Best Producer“, „Best Host/Sommelier“ und „Best Chef“ mussten sich die Berliner hingegen der Konkurrenz geschlagen geben. Nominiert waren Ilona Scholl aus dem Sternerestaurant „Tulus Lotrek“ in Kreuzberg, Samina Raza aus dem „Mrs Robinson’s“ in Prenzlauer Berg, Florian Domberger vom „Domberger Brot-Werk“ in Moabit und Ulrike Genz von der „Brauerei Schneeeule“ in Wedding. Ausgezeichnet wurden als „Best Chef“ Thomas Imbusch vom Restaurant „100.200“ in Hamburg, als „Best Sommelière“ Bärbel Ring vom „Söl‘ring Hof“ in Rantum auf Sylt und als „Best Producer“ Lars Odefey von Odefey Töchter in Uelzen. Produktqualität, wie man sie sonst nur in Frankreich findet, attestierte die Jury seinem Hühnerhof. „Meine Hühner schmecken so gut, weil ich mich gut um sie kümmere“, so Odefey.

Verleihung mit 300 geladenen Gästen im Rahmen der Berlin Food Night

Ausgewählt wurden die Gewinner von einer Jury aus Persönlichkeiten der Gastronomie-Branche. Darunter Marie-Anne Raue, Geschäftsführerin im „Restaurant Tim Raue“ an der Rudi-Dutschke-Straße, Billy Wagner, Inhaber des „Nobelhart Schmutzig“ an der Friedrichstraße, Foodaktivist Hendrik Haase, Drei-Sternekoch Sven Elverfeld sowie Koch und Öko-Bauernhof-Betreiber Franz Keller.

Die Verleihung fand mit 300 geladenen Gästen im Rahmen der Berlin Food Night statt, dem Opening-Event der diesjährigen Berlin Food Week. Das Festival findet vom 21. bis zum 27. Oktober statt. Seit 2014 präsentieren sich hier in der ganzen Stadt Köche, Gastronomen, Food-Entrepreneure, Manufakturen und Marken aus Berlin, Deutschland und der Welt. Sie alle vereint die Berlin-typische Leidenschaft dafür, Neues auszuprobieren, Stile zu mixen und mutige Experimente zu machen. Und der Spaß daran, die Food-Metropole mit all ihren kulinarischen Facetten zu feiern, zu schmecken und zu erleben.

Neue Plattform für die junge Bewegung der „New German Cuisine“

Mit dem Food Mover Award wurde nun erstmals eine Plattform für die junge Bewegung der „New German Cuisine“ geschaffen, deren Akteure gefördert und zum Netzwerken eingeladen werden. Die Ziele des Awards sind es, Wahrnehmung für Genuss und Ernährung als Kulturgut zu schaffen, Begeisterung für die kulinarischen Wurzeln zu wecken und eine Diskussionen über Esskultur in Deutschland anzustoßen.

„Multikulti in Deutschlands Töpfen hat eine lange Tradition“, so Alexandra Laubrinus. „Diese Kombination aus Regionalität und Internationalität bekommt mehr und mehr Aufmerksamkeit. Und die Bewegung hat einen Namen: New German Cuisine.“