Abschied

Herbert Beltle verlässt das „Aigner“ am Gendarmenmarkt

20 Jahre lang führte Herbert Beltle das „Aigner“ am Gendarmenmarkt. Am 15. August ist Schluss. Aufhören wird der Gastronom trotzdem noch nicht.

Herbert Beltle verlässt das „Aigner“.

Herbert Beltle verlässt das „Aigner“.

Foto: Maurizio Gambarini

Am 15. August endet am Gendarmenmarkt eine Ära. Dann verlässt Herbert Beltle (61) nach 20 Jahren das „Aigner“. Grund ist der Besitzerwechsel des Hotels in dem Gebäude an der Französischen Straße Ecke Charlottenstraße. Man habe ihm zwar angeboten, als Pächter des „Aigner“ weiterzumachen, erzählt Beltle. Und er sei auch schon bereit gewesen, wieder für zehn Jahre zu unterschreiben. Doch als er nach Hause ging, erinnerte er sich an ein Interview mit Pater Anselm Grün. Beltle sammelt Berichte, die ihn interessieren, und so schlug er nach. Darin sagt Pater Anselm, Altwerden bedeute auch loszulassen. Beltle, der sich selbst als gläubig bezeichnet, sagt, das habe ihn bewegt, als wäre es ein Zeichen. Und dann las er in einer weiteren Zeitschrift, dass viele Gastronomen Probleme mit dem Aufhören hätten, mit dem Weitergeben. Schließlich dachte er das, was er den „Verfall der Sitten“ nennt. Leute kämen unentschuldigt nicht mehr zu Vorstellungsgesprächen oder zu einer Probearbeitszeit. Und so habe er gedacht: „Herbert, vielleicht ist das nicht mehr deine Zeit. Man muss wissen, wann Schluss ist.“

„Weingrün“ und „Altes Zollhaus“ betreibt er weiter

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