Köche und Kellner wieder mit tariflicher 38-Stunden-Woche

Das Berliner Gastgewerbe bekommt einen neuen Manteltarifvertrag. 90.000 Arbeitnehmer sind davon betroffen.

Gastro-Nachwuchs bei einem Koch-Wettbewerb (Archivbild)

Gastro-Nachwuchs bei einem Koch-Wettbewerb (Archivbild)

Foto: Jens Büttner / dpa

Berlin. Nach 15 Jahren gibt es für Köche und Kellner in Berlin wieder einen Tarifvertrag über Arbeitszeit, Urlaub und Jahressonderzahlung. Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Berlin einigte sich mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten auf einen neuen Manteltarifvertrag für die Beschäftigten des Berliner Gastgewerbes, wie beide Seiten am Freitag mitteilten.

Dieser sieht vor, in tarifgebundenen Betrieben die 38-Stunden-Woche wieder als Regelarbeitszeit einzuführen. Die Arbeitnehmer erhalten in den ersten beiden Jahren ihrer Betriebszugehörigkeit 25 Tage Urlaub, im dritten Jahr 27 Tage, im vierten Jahr 29 Tage und danach 30 Tage.

Der Vertrag tritt zum 1. Januar 2019 in Kraft und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Er stelle "einen wichtigen Rahmen für das Berliner Gastgewerbe dar und ist vor allem auch ein Mittel zur Fachkräftesicherung", stellte der Berliner Dehoga-Präsident Willy Weiland fest. Nach Ansicht der Gewerkschaft bringt der Neuabschluss vielen Beschäftigten deutlich bessere Arbeitsbedingungen. So müssten Dienstpläne künftige einen Zeitraum von 14 Kalendertagen umfassen und mindestens eine Woche im Voraus bekanntgegeben werden.

Im Berliner Hotel– und Gaststättengewerbe sind rund 90.000 Arbeitnehmer und 5000 Auszubildende in 15.500 Betrieben beschäftigt. Nach Schätzung der Gewerkschaft dürften etwa die Hälfte der Beschäftigten von dem Tarifvertrag profitieren

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