Pannen-Flughafen

Wasser im Flughafenbüro – BER-Chef muss umziehen

Das Büro von BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup stand unter Wasser, nachdem ein Wasserrohr geplatzt war. Nun zieht er um.

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup zieht um

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup zieht um

Foto: Ralf Hirschberger / dpa

Engelbert Lütke Daldrup hat den vermutlich härtesten Job der Hauptstadt. Er ist der Mann, der dafür sorgen muss, dass der Katastrophenflughafen BER im Oktober 2020 tatsächlich ans Netz geht. Und dann so funktioniert, dass sich die Tegel-Schließungspläne des Senats nicht rächen.

Vergangenen Montag wurde der Flughafenchef bei dieser Aufgabe aber erheblich gestört. In seinem Büro in Schönefeld war auf einmal der Boden nass – in dem Backsteinaltbau war ein Wasserrohr geplatzt. Es handele sich nur um Leitungs- und nicht um Abwasser, wie ein Sprecher der Flughafengesellschaft am Dienstag betonte.

Bis Bautrockner das Büro wieder bezugsfertig gepustet haben, vergehen aber noch ein bis zwei Wochen. So lange werden der Flug­hafenchef und seine Mitarbeiter in das Berlin Brandenburg Airport Center umziehen – im BER. Und nicht, wie zuvor berichtet, in ein Büro im Flughafen Tegel.

Zuletzt hatte sich Lütke Daldrup gegen den Vorwurf von Lufthansa-Vorstand Thorsten Dirks wehren müssen, der BER werde "abgerissen und neu gebaut". Lütke Daldrup widersprach dem heftigst und will Dirks Ende Mai auf der Baustelle empfangen, um ihn über den Stand des Projekts zu informieren.

Vergangenen Mittwoch hatte Lütke Daldrup im Verkehrsausschuss des Bundestags versichert, dass der Zeitplan zu halten sei. Demnach soll der Bau bis März 2019 fertiggestellt sein, damit dann die Tests der Abläufe im Terminal beginnen können. Wie der Abgeordnete Stefan Gelbhaar (Grüne) anschließend sagte, hätten nach Lütke Daldrups Äußerungen jedoch Zweifel bestanden, ob alles auf einem guten Weg sei oder nicht.

Rundgang durch den Flughafen BER

Im Flughafen herrscht noch Helmpflicht, doch der neue BER-Chef zieht eine positive Bilanz: Von 180.000 Mängeln müssen laut Lütke Daldrup nur noch 13.000 beseitigt werden. Die Entrauchungsanlage soll mittlerweile funktionieren.
Rundgang durch den Flughafen BER

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