Flughafen BER

Norwegische Fluglinie hat große Pläne für Berlin

Die Airline Norwegian Air Shuttle will in Berlin deutlich wachsen. Aus dem Grund erwägt die Airline sogar eine Direktverbindung in die USA. Besser wäre es, wenn der BER dann auch in Betrieb wäre.

Foto: Reto Klar

Der Chef von Norwegian Air Shuttle, Bjørn Kjos, ist mindestens einmal im Monat in Berlin. Schon vor einigen Jahren hat er sich in Mitte eine Wohnung gekauft, da er die Stadt mit ihren Opernhäusern und Restaurants liebt. Da passt es nur zu gut, dass seine Fluglinie in Berlin auch wachsen will.

Berliner Morgenpost: Herr Kjos, stimmt es, dass Sie in diesem Jahr zusammen mit Condor den Probebetrieb am neuen Hauptstadtairport BER durchführen wollen?

Bjørn Kjos: Wir haben intern eine Entscheidung getroffen, die wir aber noch nicht offen bestätigen können. Aber es ist sehr wahrscheinlich, dass es dazu kommen wird.

Was hat Sie dazu bewogen?

Ich bin sicher, dass der BER ein großartiger Flughafen werden wird. Und früher oder später werden alle Fluglinien dort sein.

Waren Sie schon mal am BER?

Ich werde ihn mir heute Nachmittag anschauen.

Wie stark hat die verschobene Eröffnung Ihr Geschäft belastet?

Nicht sehr stark, wir sind am alten Flughafen in Schönefeld geblieben und haben unsere Fluggäste weiter von dort aus befördert.

Im Januar 2012 haben Sie die Flotte stark ausgeweitet und 222 neue Flugzeuge gekauft. So einen großen Auftrag gibt es nur selten. Wie viel von diesem Wachstum wird Berlin abbekommen?

Wir haben große Hoffnungen für den Standort. Ab Februar werden wir von Berlin aus direkt nach Teneriffa und Gran Canaria fliegen. Im April nehmen wir zusätzlich noch Barcelona in den Flugplan mit auf. Aber das ist noch nicht alles. Wir sehen noch viele Wachstumschancen sowohl für Flüge nach Berlin als auch für neue Ziele von Berlin aus.

Wie stark wollen Sie in den kommenden fünf Jahren wachsen?

Genau Zahlen kann ich Ihnen noch nicht nennen. Aber es steht außer Frage, dass Berlin eine zentrale Rolle bei unseren Plänen für die Zukunft hat. Langfristig erwägen wir als Billigfluglinie dabei sogar auch eine Direktverbindung von Berlin aus in die USA.

Wie viele Ziele fliegen Sie derzeit schon weltweit an?

Wir fertigen täglich 500 Flüge ab und bedienen 128 Ziele in der ganzen Welt.

Wann glauben Sie wird der BER ganz eröffnen?

Ich hoffe, dass es nicht mehr lange dauern wird. Denn die anhaltende Unsicherheit ist nicht gut für den Standort und hat viele Beteiligten bereits eine Menge Geld gekostet.