Air Berlin und Germania haben ihren neuen Wartungshangar am Flughafen Willy Brandt BER in Betrieb genommen. Zwar stehen noch keine Flugzeuge in der 153 Meter langen und 79 Meter breiten Halle. Doch ab dem 3. Juni werden die Flieger hier hereinrollen und von den Technikern auf Schäden überprüft werden. Alternativ wäre die Halle auch groß genug, um bequem zwei Fußballmannschaften gegeneinander antreten zu lassen. Sogar für Fans wäre noch genügend Platz.

Zur Schlüsselübergabe war neben Flughafenchef Rainer Schwarz und Germania-Chef Andreas Wobig auch Berlins Wirtschaftssenatorin, Sybille von Obernitz, erschienen. „Schon allein wegen des Namens gibt es keinen besseren Botschafter für die Stadt und das Land Berlin als die Air Berlin“, sagte von Obernitz. Das gelte auch für die Germania. Hier sei gleich ganz Deutschland im Namen vertreten. Die beiden Berliner Unternehmen teilen sich den Wartungshangar. „Dies ist ein wichtiger Meilenstein beim Umzug von Tegel an den BER“, sagte Hartmut Mehdorn, Chef von Air Berlin.

13 Monate dauerte der Bau. Air Berlin kann fortan doppelt so viele Flugzeuge in Berlin warten wie bisher. Das Unternehmen wird diesen Dienst auch für andere Fluggesellschaften übernehmen. Dies dürfte vor allem jenen Firmen zugute kommen, die Partner von Air Berlin im Bündnis One World sind. Zu ihnen gehört unter anderem British Airways. Die Fluglinien bieten beispielsweise gemeinsam ein Bonussystem für Vielflieger an.

Im März war Air Berlin der Allianz One World beigetreten. Dies spiegelte sich bereits leicht in den Verkehrszahlen für April wider. Im vergangenen Monat konnte Air Berlin die Auslastung der Flotte um zwei Punkte auf 78 Prozent steigern. Dies ist ein wichtiger Fortschritt im Rahmen des derzeit laufenden Sparprogramms. Denn die Zahl gibt an, wie gut die Flugzeuge ausgebucht sind. Im April beförderte die Airline 2,7 Millionen Passagiere.