Beim Nordic Walken wird das Gehen durch den Einsatz von zwei Stöcken im Rhythmus der Schritte unterstützt.

"Wenn sie richtig eingesetzt und mit Druck auf den Boden gehandhabt werden, wird damit auch die Muskulatur von Rücken und Schultern gestärkt", erklärt Petra Mommert-Jauch, Geschäftsführerin des Deutschen Walking-Instituts.

Nordic Walking verbrennt weit mehr Kalorien als einfaches Gehen

Dank größerer Schritte und Armeinsatz werden die positiven Effekte des Gehens beim Nordic Walking noch verstärkt. "Bei gleichem Tempo verbraucht man beim Walken etwa fünf bis zehn Prozent mehr Energie als beim Spazieren oder Wandern", sagt Theodor Stemper, Sportwissenschaftler von der Universität Wuppertal.

"Als Faustformel gilt in etwa: Wenn man einen Kilometer walkt, verbraucht man damit etwa eine Kilokalorie pro Kilogramm Körpergewicht." Zu viele Kilos auf den Rippen wiederum sind ein wichtiger Risikofaktor für Rückenschmerzen.

Im Vergleich zu anderen Sportarten ist der Einstieg beim Nordic Walking vergleichsweise einfach. Es werden kaum Hilfsmittel und wenig technisches Know-How benötigt. Das zentrale Element sind die Stöcke. Bei ihrer Auswahl ist die Länge entscheidend.

Zu lange Stöcke führen zu Ausweichbewegungen in den Schultern. "Für Anfänger sollte die Länge 0,66-mal und für Fortgeschrittene 0,7-mal die Körpergröße betragen", erläutert Stemper.

Einsteigerkurse vermitteln richtige Stock-Technik fürs Walking

Nordic Walking kräftigt Arm-, Schulter-, Rumpf-, Gesäß- und Beinmuskeln. Das kann sich positiv auf Rückenschmerzen, Osteoporose und Schulter-Nacken-Verspannungen auswirken.

Wie bei jeder neuen Trainingsform sollten Interessierte aber nicht einfach loslaufen, sondern erst einmal einen Einführungskurs besuchen, um die richtige Technik zu lernen und eventuelle Fehler zu vermeiden, die die Verspannungen und Rückenschmerzen unter Umständen noch verschlimmern.

Außerdem macht das Walken in der Gruppe mehr Spaß und motiviert zusätzlich, an den Stöcken zu bleiben.

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