Fällt der Name Zirkeltraining, fühlen sich die meisten mit Schaudern in Schulturnhallen zurückversetzt, in denen Sportlehrer verschüchterte Schüler über Böcke, Stufenbarren und Slalomstrecken trieben. Der Liebling der Sportlehrer hat sich jedoch längst von seinem schlechten Image befreien können und bringt nun Leistungssportler im Vereinssport und Hobbysportler in Fitnessstudios ins Schwitzen.
Die Imagesanierung sollte nicht wundern, denn Zirkeltraining ist gewissermaßen der Alleskönner unter den Trainingsmethoden.
Vor mehr als 50 Jahren von zwei Sportwissenschaftler Zirkeltraining - effektives Rundumprogramm n entwickelt, verbessert es gleichzeitig die Lungen- und Herzleistung, steigert Kraft, Beweglichkeit und Kondition und bringt den Stoffwechsel in Wallungen.
Zirkeltraining ist der Alleskönner unter den Trainingsmethoden
Das kurze, knackige Trainingsprogramm beim Zirkeltraining konfrontiert den Körper dank der unterschiedlichen Übungen an verschiedenen Stationen immer wieder mit neuen Reizen. Dadurch werden nicht nur alle Muskelgruppen des Körpers trainiert, sondern außerdem Körperspannung, Beweglichkeit, Kraftausdauer, Koordinationsfähigkeit und Kondition geschult.
Damit der Körper auch richtig gefordert ist, wird jede Station mehrmals bezwungen. Man arbeitet sich gewissermaßen kreisförmig von Übung zu Übung voran. Dabei gilt es in manchen Sportstudios, eine bestimmte Anzahl an Wiederholungen zu bewältigen, während der Sportfreudige in anderen Einrichtungen eine festgelegte Zeitdauer an jeder einzelnen Station bestreitet, bevor er zur nächsten Station weiterrücken darf.
Zirkeltraining im nächsten Park
Wer kein Fitnessstudio in der Nähe hat, sollte sich einmal im nächstgrößeren Park umsehen. In manchen Städten sollen Freiluft-Zirkelstrecken den Städter aus seinen vier Wänden hervorlocken. Ist keine Stadt mit entsprechendem Stadtpark vorhanden, lässt sich der Zirkel-Parkour auch in den eigenen vier Wänden anlegen. In jedem Haushalt lassen sich mit ein bisschen Erfindergeist Hilfsmittel finden, die das Training zur abwechslungsreichen Herausforderung machen.
Am besten setzt man auf Übungen, die die großen Muskelgruppen ansprechen. Der Schwerpunkt sollte sich von Station zu Station ändern, damit sich die Muskeln, die gerade nicht beansprucht werden, regenerieren können. Beim Zirkeltraining sollten Anfänger zunächst versuchen, den Zirkel 2-mal zu bezwingen. Später kann man es mit 3-5 Durchläufen an 2-3 Tagen der Woche versuchen.
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