Sport im Olympiapark

Sport im Verein ist am schönsten

Beim 20. Berliner Kinder- und Jugendfestival können die kleinen und großen Besucher zahlreiche Sportarten ausprobieren. Klaus Böger, Präsident des Landessportbundes, erklärt, warum das wichtig ist

Foto: Juergen Engler / Fotoagentur-Engler (2)

Kinder sollen nicht nur hinter dem Computer sitzen, sondern rausgehen und Sport treiben. Dazu gibt es reichlich Gelegenheit am 30. August 2014. Dann steigt von 10 bis 18 Uhr im Olympiapark neben dem Berliner Olympiastadion das größte Sport- und Spielfestival in der Hauptstadt. Der Landessportbund Berlin (LSB) und der Verein Juventus Deutschland e. V. laden zum 20. Kinder- und Jugendfestival ein.

Es geht vor allem um das Mitmachen. Angeboten werden über 100 Sportarten und Aktivitäten. Ob beim Baseball, beim Beachvolleyball, Hockey, Fußball, Go-Kart, Skateboard, Bogenschießen, Segway und vielen anderen alten und neuen Sportarten, Spielen und anderen Bewegungsmöglichkeiten – für jeden, ob alt oder jung, ist etwas dabei. Auch in ein Segelflugzeug kann man einsteigen, auf einem echten Polizeimotorrad sitzen oder den Kletterturm erklimmen und vieles mehr.

Passende Sportarten für jeden

Auch in den Trendsportbereichen haben Jugendliche genügend Platz und Gelegenheit, sich auszuprobieren oder vielleicht schon ganz cool ihr Können zu zeigen: beim Slagline, Parcours, Sporthocker oder Breakdance. „Es kommen alle auf ihre Kosten, auch Kleinkinder sowie Kinder und Jugendliche mit Handicap“, sagt Klaus Böger, Präsident des LSB. Zu den Zielen des Sportfestes meint er: „Wir wollen die breite Palette der Angebote unserer Vereine und Verbände im Kinder- und Jugend-, Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport präsentieren und zeigen, dass Sport im Verein am schönsten ist.“ So soll die Veranstaltung Kinder und Jugendliche dazu anregen, eine für sie passende Sportart zu finden und diese, wenn möglich, auch in einem Verein auszuüben.

Böger macht ausdrücklich auf den Zusammenhang von Gesundheit und Bewegung aufmerksam: „Viele Kinder und Jugendliche spielen heutzutage in ihrer Freizeit Online-Spiele, sind im Internet oder in sozialen Netzwerken unterwegs. Bewegung und Sport kommen oft zu kurz.“ Ärzte würden schon Alarm schlagen, weil es immer mehr Kinder mit Übergewicht, Koordinationsproblemen und Haltungsschäden gebe. „Im Sportverein können Kinder und Jugendliche ihre Freizeit sinnvoll und gesund verbringen“, so der LSB-Präsident.

Auch andere attraktive Programmpunkte gibt es. Zum Beispiel die Kidsparade, die im letzten Jahr erstmals auf dem Tempelhofer Feld stattfand, und Höhepunkte aus Mode, Musik, Trend- und viele Funsportarten.

Verbindung von Breiten- und Spitzensport

Und wie in den vergangenen Jahren kann man auch sportliche Prominenz hautnah erleben: die Leichtathleten-Stars vom Istaf beim Training beobachten. Spieler von Hertha, Union, den Eisbären, BR-Volleys, Alba oder den Füchsen geben Autogramme.

Für Böger ist an dieser Stelle eines klar: „Wir zeigen die Verbindung zwischen Breiten- und Spitzensport. Es klingt simpel, aber es ist so: Ohne Breite keine Spitze.“ Als Beispiel nennt er Diskus-Olympiasieger Robert Harting. Der habe auch „klein“ und „ganz unten“ im Verein angefangen, bevor er bei den Olympischen Spielen 2012 in London oder jüngst bei der EM in Zürich auf dem Siegerpodest gestanden habe. Wer aber schon beim Sportfest mit einem Orden dekoriert nach Hause gehen will, könne das Deutsche Sportabzeichen ablegen.

Natürlich gibt es auch wieder den großen Gesundheitsbereich, wo man sich über körperliche Fitness, Körperpflege oder gesunde Ernährung informieren kann. Mit dabei sind auch die Gesundheitskasse AOK, der Sportgesundheitspark und das Zahnpflegekrokodil.

Im vergangenen Jahr kamen 70.000 Besucher auf das Sportfest im Olympiapark.