Karriere

Alles im Griff

Kinder haben, Chefin sein: Den „Mompreneurs“ gehört die Zukunft. Mütter erzählen, wie sie sich am Wickeltisch beruflich neu erfinden.

Frauen, die Mütter werden, haben zumeist genau zwei Möglichkeiten. Entweder sie jammern. Sie können sich beklagen über kinderunfreundliche Arbeitszeiten, mangelnde Aufstiegschancen, fehlende Kita-Plätze, zu wenig Unterstützung im Alltag. Oder sie können etwas tun, um ihre Lage zu verbessern. Sich selbst neu erfinden, ihr eigenes Ding entwickeln. So zumindest sieht es Caroline Rosales. Sie ist zusammen mit Isa Grütering Autorin des Buches „Mama muss die Welt retten“. Darin beschreiben die beiden, wie Mütter sich quasi vom Wickeltisch aus eine neue berufliche Existenz aufgebaut haben. Eine, die besser zu ihrem Familienleben passt, zu ihren persönlichen Bedürfnissen und zu ihren Zielen. „Mutterschaft und Selbstverwirklichung: Beides geht – und zwar auf einmal“, ist Caroline Rosales überzeugt.

Dass das „neue“ Leben sogar besser sein kann als das „alte“, davon erzählen alle zwölf porträtierten Mütter. Da ist zum Beispiel Katarina Boritzki-Greiner aus Pankow, Mutter von Maximilian (12), Milan (6), Mauritz (5) und Mika (3). Nach zehn Jahren als Fitness-Trainerin bei einer Sportkette hat sie sich erfolgreich als Personal Trainerin selbstständig gemacht. Oder Friederike Zöllner, Mutter von zwei Söhnen, die sich mit der Eröffnung der Buchhandlung „Buchlokal“ in Pankow einen Herzenswunsch erfüllt hat. „Für jede der Mütter, mit der wir gesprochen haben, war ihre Elternzeit letztendlich sogar eine Chance. Sie haben buchstäblich das Beste aus ihrer Situation gemacht“, sagt Caroline Rosales.

Die Geschichten sollen anderen Müttern Mut machen – und ihnen vielleicht sogar als Vorlage dienen. Daher haben die Autorinnen ihr Buch mit Tipps und nützlichen Adressen für Existenzgründerinnen angereichert. Und mit ihren persönlichen Erfahrungen, denn auch Caroline Rosales und Isa Grütering sind „Mompreneurs“: Mütter, die ihr eigenes Unternehmen gegründet haben, die selbstständig als Autorinnen und Bloggerinnen (hauptstadtmutti.de, workyoulove.de, stadt-land-mama.de) arbeiten. Über Fallstricke im Leben als „Mompreneur“, die Segnungen des Internet, den Nutzen einer gewissen Kaltschnäuzigkeit und die Weltrevolution sprach Beatrix Fricke mit Caroline Rosales.

Berliner Morgenpost: Sich selbstständig machen – ist das ein Modell für jede Mutter?

Caroline Rosales: Die Selbstständigkeit ist eine Chance für alle, die eine reguläre Arbeit nicht glücklich macht, weil sie sich zwischen Familien- und Berufsleben zerrissen fühlen. Selbstständigkeit funktioniert natürlich nicht in jedem Beruf und auch nicht bei jeder Persönlichkeit. Man braucht Risikofreude, muss für seine Idee brennen und sich vorstellen können, über mehrere Jahre an seinem Projekt Spaß zu haben.

Und mit diesen Eigenschaften retten die Mütter dann die Welt, wie der Titel Ihres Buches suggeriert?

Sie erobern sich zumindest einen Teil von ihr – und sind damit ganz schön fortschrittlich. Es ist doch besser, seine Sache selbst in die Hand zu nehmen, als auf gesellschaftliche Umwälzungen zu warten, die Frauen die Vereinbarkeit von Kindern und Karriere erleichtern. Die Gesellschaft braucht bestimmt noch ein paar Jahrzehnte, doch seine eigene Einstellung und sein eigenes Vorgehen kann man sofort ändern. Das ist auch eine Art der Revolution, die die Welt verändern kann.

Wie kann man als Mutter seine beruflichen Chancen verbessern?

Sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen ist äußerst sinnvoll. Das Internet bietet da große Chancen, die unsere Mütter noch nicht hatten. Das Netz verbindet uns mit Menschen, die wir sonst nie getroffen hätten. Auch lassen sich durch das Netz leichter persönliche Freiräume erobern. Ich denke da etwa an die Babysitter-Börsen, mit denen man relativ einfach eine Kinderbetreuung finden kann.

Welche Rolle spielen eigentlich die Väter bei der Neugeburt der Mütter?

Zuspruch und Unterstützung tun gut – aber ganz ehrlich: Es geht auch ohne. In den meisten Familien, in die ich Einblick erhalten habe, spielen die Väter in der täglichen Planung keine Rolle. Sprich: Der Laden läuft auch ohne sie. Aber ich finde schon, dass Männer mehr zu ihrer Vaterschaft stehen und auch mal früher von der Arbeit nach Hause kommen sollten. Das sollten auch Arbeitgeber unterstützen, von denen ich zudem die Gründung von mehr Betriebskitas erwarte. Wir brauchen das Grundverständnis, dass Kinder einfach dazugehören. Man sollte den Kampf für gesellschaftliche Veränderungen nicht aufgeben – aber eben trotz Hindernissen nicht klagen, sondern lieber versuchen, Oberwasser zu bekommen.

Gibt es etwas, was Mütter von den Männern lernen können?

Vielleicht eine gewisse Kaltschnäuzigkeit. Männer machen einfach eine Ansage, etwa: „Ich bin am Freitag Abend nicht da.“ Dahinter kann sich ein beruflicher Termin verbergen, aber auch ein Spiel des Lieblingsvereins. Das muss man sich als junge Mutter auch rausnehmen – und im Zweifel einen Babysitter bestellen. Da klingt einfacher, als es ist, denn wir Mütter haben schnell ein schlechtes Gewissen. Die Tragweite der Muttergefühle ist wohl den wenigsten Frauen im Vorfeld bewusst. Aber in eine solche Haltung kann man reinwachsen.

Und was können Männer von den Selfmade-Mamas lernen?

Erfindergeist und Pragmatismus – und Effizienz. Ich kann von mir selbst sagen, dass ich heute als Mutter viel disziplinierter und besser getaktet bin als früher. Ich habe gar keine Zeit mehr, mir lange Gedanken etwa über mein Outfit zu machen, denn ich weiß: Ich muss alles schaffen, bis unser Sohn aus der Kita kommt. Sonst schaffe ich es an dem Tag eben nicht mehr. Das schätzen übrigens auch viele Arbeitgeber mittlerweile. Sie wissen, dass Mütter besonders effizient sind, verantwortungsvoll und froh über ihren Job.

Mutterschaft als Karrierefalle – das gibt es für Sie also nicht?

Ich finde, Mutterschaft kann sogar genau das Gegenteil sein, nämlich der Start in ein neues Leben, die Verwirklichung lang gehegter Träume. Es kann sogar besser werden, je mehr Kinder man hat. Dann müssen zwar mehr Individuen unter einen Hut gebracht werden. Gleichzeitig wachsen nach meiner Beobachtung jedoch das Organisationstalent und die Gelassenheit. Und das sind zwei wichtige Voraussetzungen für den Erfolg.

Zum Weiterlesen: Caroline Rosales und Isa Grütering: „Mama muss die Welt retten. Wie Mütter vom Wickeltisch aus Karriere machen.“ Aufbau Verlag, 8,99 Euro. Die drei Mütterporträts sind dem Buch entnommen.

„Alles eine Frage der Organisation“: Katarina Boritzki-Greiner ist Personaltrainerin und vierfache Mutter

Katarina sitzt im Zimmer ihrer Jungs zwischen feuerspeienden Plastikdrachen, Actionfiguren und Polizeiautos und erzählt vom Abnehmen nach dem Stillen, Ganzkörpertraining und wie man trotz Vanille-Soja-Latte-Leidenschaft schlank bleibt. Als Personaltrainerin ist sie selbst nicht nur wahnsinnig fit und gut gelaunt, sondern mit 33 Jahren bereits Mutter von vier Söhnen. Maximilian ist zwölf, Milan sechs, Mauritz fünf und Mika drei Jahre alt.

Mit Katarinas Mann ist die Familie komplett, einen Babysitter gibt es nicht, denn dafür mag Katarina kein Geld ausgeben, auch keine Tagesmutter oder Großeltern nebenan. Aber erstaunlicherweise auch keine Spur von Stress oder Müdigkeit in Katarinas Gesicht. Zuerst fallen einem die Hochbetten der Jungs ins Auge. Vier Betten nebeneinander, alle gemacht wie bei den Heinzelmännchen. „Ach, Mauritz macht morgens gerne die Betten mit mir. Er sieht das eher spielerisch, als seine Aufgabe. Und abends vor dem Schlafengehen wird eben das Spielzeug weggeräumt. Genau wie wenn die Jungs etwas Neues spielen wollen, dann wird erst das Alte wieder verstaut“, sagt sie. Auch das Zubettgehen der Jungs ist ein tolles Familienritual bei den Boritzkis. Es wird Abendbrot gegessen, Zähne geputzt, die Pyjamas angezogen und vor dem Einschlafen meistens noch Memory mit Mama gespielt. Katarinas Mann räumt immer abends die Küche auf.

Dank sinnvoller Regeln dieser Art gewinnt Katarina Zeit, um sich um ihr berufliches Projekt, ihre neue Karriere als Personaltrainerin zu kümmern. Knapp zehn Jahre lang arbeitete sie als Fitness-Trainerin bei einer großen Sport-Kette. Jetzt hat sie den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Eine Entscheidung, die sie hauptsächlich wegen ihrer Kinder getroffen hat, um flexibler zu sein. „Letzten Winter waren die Jungs häufiger als gewöhnlich krank, und zu Hause ging gar nichts mehr. Das war sehr schwierig mit der Arbeit im Fitnesscenter. Egal, was man sagt oder ob der Chef netterweise immer wieder beide Augen zudrückt, es kommt natürlich nie gut an, wenn ein Mitarbeiter ständig ausfällt. Und mit vier Kindern hatte es halt immer einen erwischt. Mein Mann meinte irgendwann: Ach, mach’ dir doch den Stress nicht mehr, und wir bauen dir was Neues auf.“

Und so kam Katarina auf die Idee, ihre langjährige Erfahrung zu nutzen und Kunden privat zu trainieren. Die Nachfrage in Berlin und auch in ihrer unmittelbaren Umgebung in Pankow war so groß, dass der Start relativ leicht ging. Sehr schnell hatte sie zwei private Kundinnen gewonnen und leitete außerdem einen wöchentlich stattfindenden Kurs in der Volkshochschule und einen in einem Kinderladen in der Nachbarschaft. Die Akquise lief dabei völlig problemlos. „Ich bin einfach zum Kinderladen hingegangen und habe mich vorgestellt und dort meinten sie: Lustig, dass Sie vorbeikommen, wir brauchen tatsächlich gerade jemanden.“

Diese Woche will Katarina unbedingt noch Flyer im Park aushängen, wo bereits morgens immer eine Mütter-Jogger-Gruppe stattfindet, bei der die Mamas mit einer Art Drill-Instruktor laufen.

Der erste, zweite und dritte Schritt war für sie, sich eine Webseite zu bauen, beim Amt ein Gewerbe anzumelden und eben an so Kleinigkeiten zu denken, wie, dass man für die Flyer eine Genehmigung beim Bezirk einholen muss.

„Es ist alles eine Frage der Organisation und auch mal nein sagen zu können. Das war für mich immer das Schwierigste im Leben“, sagt Katarina Boritzki-Greiner. Damals, als sie noch bei der Fitness-Kette arbeitete, habe sie das noch nicht gekonnt. Mal nicht die Spätschicht annehmen, mal keine Vertretung machen – immer habe sie zu allem ja gesagt. Heute bereut sie das. „Ich habe echt viel Zeit verstreichen lassen, die ich mit meinem damals noch kleinen ersten Sohn Maximilian hätte verbringen können. Das mache ich eben heute anders.“

www.personaltraining-pankow.de

Eine Heimat für kleine und große Leser: Friederike Zöllner und ihre Buchhandlung „Buchlokal“ in Pankow

Ein Morgen in der Nähe des S-Bahnhofs Pankow. Vor Bäckereien stehen Tafeln, die Rührei für 1,50 Euro anbieten, dazu eine Tasse Filterkaffee für 70 Cent und hausgemachten Kalten Hund. In Kneipen stehen Türen offen, es wird Bier getrunken und Dart gespielt. Inmitten dieses bunten Flickenteppichs an Kiezkulturen, Dunkelholzkneipen, in denen geraucht wird, Coffee-Shops, auf deren Terrassen Mütter mit Kinderwagen Latte Macchiato trinken, liegt das Buchlokal von Friederike Zöllner. Eine klassische Buchhandlung mit Kaffeeladen-Flair, großer Kinderabteilung, einladenden Leseecken und vielen schönen alten Möbeln. Ein Laden, geführt von einer Ur-Berlinerin.

Ein Existenzgründer-Seminar hatte sie auf die Gründung ihres Buchlokals vorbereitet. Seit dessen Eröffnung im Dezember 2011 musste sie etliche Höhen und Tiefen meistern. Persönliche, wie die niederschmetternde Krebsdiagnose ihres Mannes, der den Kampf wenige Monate später verlor. Und auch die Trauer um ihre nur wenige Monate zuvor verstorbene Mutter. Aber es gab eben auch Höhen, wie die rasant steigende Zahl von Unterstützern in der Nachbarschaft.

Im Jahr 2006 lernte Friederike ihren inzwischen verstorbenen Ehemann, den damaligen Vertriebsleiter des Berlin Verlags, Uli Hörnemann, kennen und lieben. Ihr gemeinsamer Sohn Louis ist heute fünf. Kurz nach Louis’ Geburt entstand die Idee zum Buchlokal. Friederike, die ihr Leben lang mit Büchern, Vertrieb und Verkauf zu tun hatte, wollte sich selbstständig machen und sich ihren Traum vom eigenen Buchladen erfüllen. Ihr Baby und die Zeit mit ihm gaben ihr die Muße, sich selbst zu finden und in Gedanken an ihrem Traum zu basteln.

Im April 2010 war es soweit: Friederike wagte den Schritt zum eigenen Projekt. In Pankow fand sie nach einigen fruchtlosen Bemühungen eine Immobilie, eine alte Lotto-Annahmestelle, die von Grund auf saniert werden musste. Bereits in der ersten Planungsphase Ende 2010 gründete sie eine Facebook-Gruppe mit dem Namen „Baustelle Buchhandlung“, die zu ihrer eigenen Verwunderung über Nacht Hunderte von Fans hatte. Für Friederike die beste Motivation, ihre Idee in der realen Welt nur noch schneller voranzubringen. Ihre Buchregale, wie zum Beispiel einen umgebauten Konzertflügel, inszenierte sie wie kleine Kunstwerke und bestückte sie mit ausgewählter Belletristik, Kunst- und Sachbüchern. Der große Kinderbuch-Bereich mit Spielen, Puzzeln und einem kleinen Tisch mit Stühlen bildet bis heute das Herzstück des Buchlokals – nicht zu vergessen die Espressomaschine an der Kasse.

Mit ihrer Erfahrung aus knapp einem Jahrzehnt Verlagsvertrieb wusste Friederike, dass es heute nicht mehr ohne Internet-Präsenz geht. Das Flair des Buchlokals verbunden mit einem modernen Online-Shop: Das war der Schlüssel, um das Geschäft für ihre Familie, ihre zwei Mitarbeiterinnen und sich am Laufen zu halten. Bis heute ist sie auch auf Facebook sehr aktiv, kündigt alle Lesungen und viele Neuerscheinungen an.

Als Existenzgründerin hatte Friederike den Laden und das erste Jahr mit einem klassischen Bankenkredit finanziert, mittlerweile läuft das kleine Unternehmen Buchhandlung gut. Gibt es heute noch eine Zukunft für die Buchbranche? Sicher, findet Friederike, aber die Branche brauche die Verknüpfung mit den sozialen Medien. Doch eben auch den direkten Kontakt mit den Menschen. Die Leute wollen etwas zum Anfassen, sagt sie, den Autor treffen, sich ihre Bücher signieren lassen. Dieses Gefühl könne keine Online-Lesung der Welt ersetzen. Auch wenn eine große Wende käme, die den ganzen Handel umwälzen und die es den Buchhändlern noch schwerer machen würde zu bestehen, neue Ideen für ihr Fachgebiet habe sie trotzdem genug.

www.buchlokal.de, Ossietzkystraße 10

Die (Über-)Lebenskünstlerin: Netzwerkerin Yasmine Orth erfand den „Goerlzclub“

Das Soho House in Mitte ist supermondän. Entweder, du bist Mitglied, oder jemand, der Mitglied ist, hat dich auf die Liste gesetzt. Sonst kommst du nicht rein. Und weil deswegen zwischen den riesigen englischen Clubsesseln im Kaminzimmer, an der Bar und am Pool kein öffentlicher Durchgangsverkehr, sondern eine verschwiegene Atmosphäre herrscht, in der man relativ inkognito bleiben kann, tummeln sich hier nicht nur alle wichtigen Kreativen und hochrangigen Geschäftsleute der Stadt, sondern auch mal der ein oder andere Hollywoodstar.

Yasmine Orth sieht das Soho House als einen Platz, an dem sie gut ihre Meetings, ihr Networking, ihre Yoga-Praxis und die Spa-Besuche unter einem Dach verbinden kann. Sie ist in bestimmten Berliner Kreisen bekannt wie ein bunter Hund, wie sie selber sagt. Und das seit über zehn Jahren. Seit einer Dekade verbindet sie die smartesten kreativen Macherinnen, wie sie ihre Zielgruppe nennt, stellt sie einander vor und sorgt dafür, dass sie Kontakt halten. Erfolgreiche Gründerinnen, furiose DJanes, Yogalehrerinnen, Mode-Designerinnen, Journalistinnen und Meinungsmacherinnen aus allen Bereichen – die ehemalige Chefin einer Booking-Agentur brachte sie zu Hunderten in ihrem Goerlzclub zusammen. Heute hat er rund 1500 Mitglieder.

Sie selbst sieht sich als eine (Über-)Lebenskünstlerin, die ihr Leben immer aktiv gestaltet hat und in Interessen und Lösungen von Herausforderungen denkt. Sie hat schon immer gerne beobachtet, wie gesellschaftliche Bedürfnisse Bewegungen produzieren, oder selbst welche initiiert – und dabei hat sie immer auch eine soziale Nachhaltigkeit im Auge.

Ende Dezember 2009 wurde Yasmine überraschend schwanger. Der Mann, mit dem sie diese Liebesnacht verbrachte, war nicht ihr Freund, sie war Single und ihr Lebenstakt überhaupt nicht auf ein Kind eingestellt. Und es war sicher nicht ihre Traumvorstellung, auf diesem Weg Mutter zu werden. Aber sie erkannte sofort, dass sie die Mutterschaft erfahren sollte, um die Themen ihrer Arbeit, der Weiblichkeit und auch ihrer Vergangenheit besser verstehen und durchdringen zu können. Wie sie heute selber sagt, startete dort die wirkliche Reise in ihr Selbstvertrauen und vom Ich ins Wir.

Durch ihre Rolle als Mutter erfuhr sie nicht nur die Notwendigkeit, sondern auch die Inspiration, den Goerlzclub auf ein neues Level zu heben, und hat das letzte Jahr konsequent an einem ganzheitlichen und professionellen Konzept gearbeitet. Längst geht es ihr um mehr als nur darum, zu vernetzen und Synergien zu schaffen.

Im Zentrum stehen die Themen und Bedürfnisse erfolgreicher Frauen und ihrer verschiedenen Rollen, die sie jeden Tag zwischen Sandkasten, Beruf und dem ganzen Gemischtwarenladen an Verpflichtungen zu spielen haben und die eine Menge Organisation und Kraft kosten. Aber es geht auch um das Schöne und Spielerische, Genuss und Spaß und darum, sich selbst wertzuschätzen.

Auf Träume und Neigungen dieser Frauen reagieren zu können und sie zu fördern, ist Yasmines neues Ziel geworden. Neben dem Newsletter und einer Agentur, die sich mit der „modernen Frau“ und Jobrecruiting beschäftigt, gibt es nun unterschiedliche Salonformate, bei denen es zum einen um Kinder geht und die es zum anderen den Müttern ermöglicht, ihre Kontakte besser pflegen zu können. Aber auch der dazugehörige Mann wird weiterhin integriert und eingeladen, mal zu Hotel-Events, mal zu Markenpräsentationen oder in Bars. Sie hat nach wie vor tausend Ideen im Kopf, mit denen sie in den nächsten Jahren wieder bleibende Akzente im unstetig wachsenden Berlin setzen will. www.creative-connectors.net