Anna Samuil gehört seit 2004 zum festen Ensemble der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Redakteurin Regina Köhler sprach mit ihr über ihren Beruf.

Berliner Morgenpost: Wollten Sie schon als Kind Opernsängerin werden?

Anna Samuil: Ich war fünf Jahre alt, als ich zum ersten Mal eine Opernaufführung gesehen habe. Von da an stand für mich fest, dass ich Opernsängerin werden will. Mein Vater war Dirigent im Opernhaus und hat mich zur Aufführung von Verdis „Macht des Schicksals“ mitgenommen.

Haben Sie schon als Kind gesungen oder musiziert?

In meiner Familie haben alle mit Musik zu tun. Mein Vater ist Dirigent, meine Mutter Pianistin. Meine ältere Schwester ist Geigerin. Ich habe auch Geige spielen gelernt als Kind und dann an der Musikhochschule Geige studiert. Gleichzeitig war ich ganz verrückt nach der Oper und habe mir stundenlang alle Opern mit Maria Callas anhört. Mit 19 Jahren habe ich mich dann für ein zweites Studium als Opernsängerin entschieden und mit 23 Jahren einen Preis beim Gesangswettbewerb in Deutschland gewonnen. Von da an war klar, dass ich Opernsängerin sein werde. 2004 hat mich Daniel Barenboim dann als Solistin an der Staatsoper Unter den Linden verpflichtet.

Was ist für Sie das Schönste an Ihrem Beruf?

Ich liebe es, auf der Bühne zu stehen, das Orchester zu hören, ein Teil dieser absolut vollkommenen Kunst zu sein, die eine Oper ist. Da kommen Theater, Musik, Tanz und Malerei zusammen. Das ist wunderbar.