Winter

Gefährliche Meningitis wird leicht mit einer Grippe verwechselt

Während der kalten Monate im Winter und Frühjahr nimmt das Risiko für eine Meningokokken-Meningitis deutlich zu.

"Eine Infektion mit Meningokokken kann anfangs einer Grippe ähneln, doch sie ist noch gefährlicher", warnt Martin Terhardt, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut. "Kinder bekommen sehr rasch sehr ausgeprägte Krankheitszeichen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen", erläutert der Mediziner. "Erbrechen, Lichtempfindlichkeit, Benommenheit, Verwirrung, Taubheitsgefühl in Händen sowie Füßen und ein schmerzhafter beziehungsweise steifer Nacken sind mögliche Anzeichen." Vor allem Kinder unter fünf Jahren und Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren erkranken. In Deutschland sind etwa 400 Menschen jährlich von einer Meningokokken-Erkrankung betroffen, etwa zehn Prozent der Patienten sterben, weitere zehn bis 20 Prozent behalten Behinderungen.