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Wie Eltern in Berlin eigene Schulen gründen

Verfahren Privatschulgründer brauchen zunächst eine Genehmigung, um mit ihrer Schule zu starten. Diese wird von der Bildungsverwaltung erteilt, wenn das eingereichte pädagogische Konzept den Anforderungen entspricht. Dem Genehmigungs- folgt das Anerkennungsverfahren. Eine Schule kann anerkannt werden, wenn der von ihr angebotene Bildungsgang einmal durchlaufen worden ist. Bei Grundschulen ist das nach fünf Jahren der Fall, bei Oberschulen und Berufsbildenden Schulen bereits nach drei Jahren. Mit der Anerkennung erhalten die Schulen Geld vom Staat und die Erlaubnis, Abschlüsse zu vergeben.

Kosten 93 Prozent der Personalkosten bekommen die staatlich anerkannten Schulen in freier Trägerschaft vom Land Berlin erstattet. Doch von den tatsächlichen Gesamtkosten deckt das nach der jüngsten Steinbeis-Studie lediglich 52 bis 55 Prozent bei den Grundschulen ab (bei den Gymnasien 60 Prozent). Diese Unterfinanzierung müssen zum Großteil die Eltern durch das Schulgeld ausgleichen. Die Privatschulen fordern deshalb ein anderes Bezugssystem.

Mehr Zulauf Die Zahl der Schüler, die an Schulen in freier Trägerschaft lernen, hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. An allgemeinbildenden privaten Schulen lernen zurzeit 28 128 Schüler. Im Jahr 1997 waren es 19 504.