David Kross ist erst 21 Jahre alt, spielte schon an der Seite von Oscarpreisträgerin Kate Winslet (35, „Titanic“) und ihn reizen schwierige Rollen. 2009 wurde Kross quasi über Nacht durch den Kinofilm „Der Vorleser“ zum weltweit gefeierten Star. Noch im selben Jahr spielte er unter der Regie von Detlev Buck (48) in dem HIV-Drama „Same Same But Different“ mit.
Und jetzt steht der Wahl-Berliner erneut vor der Kamera. Im Studio Babelsberg spielt er zurzeit in der Verfilmung des Sachbuch-Bestsellers „Anleitung zum Unglücklichsein“ des Philosophen Paul Watzlawick mit. Und Kross hat mal wieder eine ungewöhnliche Rolle: einen Autisten. Regie führt die Berlinerin Sherry Hormann („Wüstenblume“), außerdem sind noch Johanna Wokalek, („Die Päpstin“) und Richy Müller („Poll“) dabei.
Kross spielt einen Küchenhelfer, der an einer Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns leidet. „Meine Figur ist Weltmeister im Karottenschälen. Autisten haben ja häufig Insel-Begabungen. Ich habe zwar sehr wenig Text, aber die Rolle ist trotzdem toll. Ich kann mich jedenfalls voll ausleben“, sagte Kross in der „Bild“-Zeitung.
Für die Rolle habe er vorher gründlich recherchiert. „Das ist schon eine Herausforderung. Ich habe mich in einem Jugendfürsorgewerk vorbereitet. Ich habe dort viel von den autistischen Kindern gelernt.“ Und, hat Kross eine Anleitung zum Glücklichsein? „Zum Glücklichsein habe auch ich keine Anleitung. Ich glaube nicht, dass es das überhaupt gibt“, antwortete er. Der Film soll im Frühjahr 2012 in die Kinos kommen. BM


