Ein Mann hat sich am Donnerstag nach einem Familienstreit mit Schusswaffen in seiner Wohnung in Velten nordwestlich von Berlin verschanzt - er löste einen stundenlangen Einsatz von Spezialkräften der Polizei aus. Die Umgebung wurde abgesperrt, Bewohner sollten in ihren Häusern bleiben, berichtete die Polizei. Letztlich konnte der Mann aber festgenommen werden.

Bei einem Streit soll der 53-Jährige in Velten im Landkreis Oberhavel seine Ehefrau geschlagen und bedroht haben, wie die Polizei mitteilte. Der Mann, der Waffenbesitzer ist, soll dann angekündigt haben, sich mit einer Schusswaffe das Leben zu nehmen. Seine Frau konnte die Wohnung verlassen und Angehörige verständigen.

Neun Kinder und Jugendliche in Sicherheit gebracht

Wegen der unklaren Gefährdungslage wurden aus einem Sportclub nebenan neun Kinder und Jugendliche sowie Trainer in Sicherheit gebracht. Denn die Polizei ging nach ersten Informationen davon aus, dass der Mann tatsächlich Schusswaffen besitzt.

Die Polizei konnte nach rund sechs Stunden und mehreren erfolglosen Versuchen Kontakt zu dem Mann aufnehmen und ihn dazu bringen, das Haus freiwillig und unbewaffnet zu verlassen. Er habe sich widerstandslos festnehmen lassen. 

Bei der Durchsuchung der Wohnung fanden die Beamten zwei scharfe Schusswaffen und Munition. Der Mann verfügte laut Polizei über eine entsprechende Waffenbesitzkarte. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. 

Der 53-Jährige wurde nach ärztlicher Untersuchung in ein Krankenhaus eingewiesen. Die Polizei hat Anzeigen wegen Bedrohung und Körperverletzung aufgenommen.

dpa