Zusammenfassung
- In Erkner wurde eine 24-jährige Frau auf offener Straße durch Stichverletzungen getötet.
- Der 29-jährige Tatverdächtige wurde kurz nach der Tat festgenommen und sitzt nun in Untersuchungshaft.
- Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden, um die Hintergründe der Gewalttat weiter aufzuklären.
Bei dem gewaltsamen Angriff auf offener Straße in Erkner, bei dem am Montagmorgen gegen 6.30 Uhr ein Mann eine Frau getötet haben soll, ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Streit um ein Kind vorausgegangen. „Als mögliches Tatmotiv kommt eine Streitigkeit über den Umgang mit dem gemeinsamen minderjährigen Kind in Betracht“, schrieb eine Sprecherin der Behörde in Frankfurt (Oder).
Der Mann, ein 29-Jähriger mit kongolesischer Staatsbürgerschaft, soll die fünf Jahre jüngere Frau aus Kamerun so heftig attackiert haben, dass sie wenig später ihren Verletzungen erlag. Der mutmaßliche Täter wurde nach kurzer Zeit gestellt und von der Polizei Brandenburg festgenommen. Trotz Reanimation am Tatort und Einsatz eines Rettungshubschraubers erlag die Frau noch vor Ort ihren Verletzungen.
Auch interessant
Nach tödlicher Messerattacke sitzt 29-Jähriger in U-Haft
Der Mann soll die Frau „aus niedrigen Beweggründen mit einem gefährlichen Gegenstand getötet“ haben, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Nach Medienberichten starb die Frau an Stichverletzungen. Nun sitzt der Verdächtige in Untersuchungshaft. Gegen den 29-Jährigen sei Haftbefehl verkündet worden, sagte Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) im Innenausschuss des Landtags. „Der Tathergang, die Motivation des Tatverdächtigen, die genaue Täter-Opfer-Beziehung, das alles ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.“ Die Polizei sucht nach Zeuginnen und Zeugen der Tat.
Tatort ist eine Brücke an der Leo-Hendrik-Baekeland-Straße. Die gleichnamige Brücke führt über den Flakenfließ in Erkner. Zeugen hatten die Polizei alarmiert. Laut einem Polizeisprecher ist die Frau mutmaßlich durch Stichverletzungen gestorben. Der Tatverdächtige ist der Polizei zufolge zunächst vom Tatort an der Brücke geflüchtet, konnte dann aber nach Zeugenhinweisen gefasst werden.
Auch interessant
„Er hat sich zum Tatvorwurf nur vage eingelassen“, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Strafrechtlich sei er bislang nicht in Erscheinung getreten und verfüge über eine bis zum 10. September 2026 befristete Duldung.
Die Polizei bittet um Zeugenhilfe
Die Polizei bittet Zeugen, die die Gewalttat wahrgenommen haben, sich unter der Telefonnummer 03361-5680 an die örtlich zuständige Polizeiinspektion Oder-Spree/Frankfurt (Oder) zu wenden oder über die Online-Wache Kontakt mit der Brandenburger Polizei aufzunehmen.
Erst am vergangenen Donnerstag war es in Gosen-Neu Zittau unweit von Erkner zu einer Gewalttat gekommen. Ein 19 Jahre alter Deutscher soll dort eine Schülerin (18) und einen Kita-Erzieher (30) getötet haben. Der Tatverdächtige befindet sich in Untersuchungshaft. Die Polizei spricht in beiden Fällen von einer Beziehungstat.
mit dpa





