Brandenburgs Verkehrsministerium prüft den Einsatz autonom fahrender Shuttles auf dem Land. „Wo ein normaler Bus mangels Nachfrage gar nicht oder nur zweimal am Tag fährt, könnte künftig ein fahrerloses Shuttle einspringen“, sagte Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) der „Märkischen Allgemeinen“. Dazu führe das Ministerium derzeit Gespräche mit Unternehmen wie Tesla. Die Shuttles könnten künftig das bestehende Rufbus-System ergänzen.

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Autonomes Fahren soll Senioren und Jugendlichen Mobilität sichern

Wer auf dem Land lebt, werde in manchen Landesteilen auch in Zukunft auf das Auto angewiesen sein. Allerdings müsse man sich „dringend um diejenigen kümmern, die nicht selbst fahren können – wie ältere Menschen oder Jugendliche auf dem Weg zur Schule und Ausbildung“, führte Crumbach aus. Hier könnten autonome Fahrten ein Teil der Lösung sein.

Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD) spricht bei einem Interview.
Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD).© Jens Kalaene/dpa | Jens Kalaene/dpa

„Das Land Brandenburg agiert hier primär als Vermittler und Antreiber“, so Crumbach. Das jetzige Rufbus-System sei oft zu unflexibel, weil es an starre Bereitschaftszeiten und den akuten Fahrermangel gebunden ist. Die Rufbusse fahren laut dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg „bedarfsorientiert als Linienbusse, Kleinbusse oder auch Taxis“.

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Autonome Shuttles böten im ländlichen Raum ein riesiges Potenzial, schob Crumbach nach. „Sobald die rechtlichen Zulassungen und Genehmigungen vorliegen, kann ich mir einen flächendeckenden Einsatz im ländlichen Raum sehr gut vorstellen.“

dpa