Der neue Bahnhof Fangschleuse nahe dem Tesla-Werk in Grünheide (Landkreis Oder-Spree) südöstlich von Berlin ist in Betrieb gegangen. Nach einer Verzögerung bei der Öffnung wurde der Zugverkehr dann am Samstagabend gegen 19.30 Uhr aufgenommen. Erste Züge des Regionalexpress RE1 fuhren über den neu gebauten Bahnhof, wie die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (Odeg) als Betreiber der Linie mitteilte. Die Deutsche Bahn bedauerte die Verzögerung für die Fahrgäste und den anderen Bahnbetreiber nach eigenen Angaben ausdrücklich.

Die Linie RE1 verbindet unter anderem Berlin und Frankfurt (Oder). Sie gilt als wichtige Pendlerstrecke, unter anderem für Mitarbeiter der Tesla-Autofabrik. Der neue Bahnhof, der näher am Werk liegt als die bisherige Verkehrsstation, wurde in 16 Monaten gebaut und soll unter anderem den Einsatz längerer Züge ermöglichen. Zunächst soll der RE1 einmal pro Stunde halten. Ab dem 25. August soll Fangschleuse dann zweimal pro Stunde bedient werden, wie es hieß.

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Deutsche Bahn: Verzögerungen bei der Abnahmeprüfung

Ursprünglich sollten die ersten Züge seit dem Samstagmorgen den neuen Bahnhof bedienen. Erst am Abend zuvor hatte die Bahntochter DB InfraGo nach Angaben der Odeg mitgeteilt, dass sich die Öffnung der Strecke verzögern werde. Grund dafür war, dass es bei der Abnahmeprüfung der Leit- und Sicherungstechnik zu Verzögerungen gekommen war. Die Leit- und Sicherungstechnik umfasst laut Bahn alle technischen Systeme, die den Zugverkehr steuern und absichern. 

Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) kritisierte, die Bahn-Tochter DB InfraGo habe sehr kurzfristig über die Verzögerung bei der Strecken-Freigabe informiert. „Dass ein bundeseigenes Unternehmen bei einer seit Wochen bekannten Bauplanung erst am Vorabend des geplanten Endes reagiert und die Fahrgäste im Regen stehen lässt, ist inakzeptabel.“ Er erwarte künftig eine frühzeitigere und verlässlichere Information. 
 

Bahnhof am Tesla-Werk öffnet später: Zugausfälle auf Anzeigetafeln

Am Samstagmorgen kamen nicht wie geplant Züge am neu gebauten Bahnhof Fangschleuse südöstlich von Berlin an.
Am Samstagmorgen kamen nicht wie geplant Züge am neu gebauten Bahnhof Fangschleuse südöstlich von Berlin an. © dpa | Patrick Pleul

Die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (Odeg) betreibt die Regionalexpresslinie RE1 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder). Das Unternehmen teilte auf seiner Internetseite mit: „Achtung auf der Linie RE1: DB InfraGO verlängert die Baumaßnahme zwischen Erkner und Frankfurt (Oder) um voraussichtlich 24 Stunden bis zum 15.08.2026, ca. 21.00 Uhr.“ Die InfraGo habe der Odeg am Freitagabend um 19:15 Uhr mitgeteilt, dass sich die Streckensperrung zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) verlängere. 

Auf Anzeigetafeln am Bahnhof Fangschleuse leuchteten die Zugausfälle auf. Der erste RE1 sollte dort vor 5.00 Uhr am Morgen halten. Die Odeg schrieb, ein Busnotbetrieb sei eingerichtet.

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Deutsche Bahn sah sich vor Tagen im Zeitplan

Die Deutsche Bahn hatte vor Tagen angekündigt, sie wolle den neuen Bahnhof Fangschleuse am 15. August 2026 öffnen. „Alle nötigen Arbeiten an der Infrastruktur, also an Gleisen, Oberleitungen und dem Bahnhof selbst, sind im Zeitplan“, hatte es geheißen. Zuvor werde es aber noch ein Software-Update geben. Dies sei nötig, um das Zusammenspiel aller Komponenten mit dem neu errichteten elektronischen Stellwerk sicherzustellen. 

dpa