Nach dem Unfall eines Tanklastzugs auf der A2 bei Ziesar bleibt die Autobahn an der Unfallstelle in Richtung Berlin mindestens bis Mittwochabend gesperrt. Auf rund 200 Metern Länge werden die Schutzplanken abgebaut, das Erdreich neben der Straße (auch Bankett genannt) wird ausgebaggert und erneuert, wie Tino Möhring von der Autobahn GmbH des Bundes mitteilte. 

Auch die Reinigungsarbeiten werden demnach fortgesetzt. Den Angaben zufolge wurde eine Spezialmaschine angefordert, um das ausgelaufene Speiseöl aus der Fahrbahn und den Fugen zu entfernen. Anschließend werden die Fugen erneuert. Die beschädigte Schilderbrücke wurde am Samstag komplett demontiert.

Die Autobahn GmbH bat Reisende Richtung Berlin darum, die Unfallstelle weiträumig zu umfahren und die A14 und die A9 zu nutzen. Laut Autobahn GmbH verteilten sich mehr als 20.000 Liter Speiseöl auf beiden Seiten über die Fahrbahn.

Der 39-jährige Fahrer eines Tanklasters hatte offenbar aufgrund eines gesundheitlichen Problems das Bewusstsein verloren. Sein Fahrzeug kam von der Fahrbahn ab, streifte die Mittelschutzplanke und prallte anschließend gegen den Pfeiler einer Schilderbrücke. Der Tankauflieger riss dabei auf, das Gespann kippte um und blieb quer über zwei Fahrstreifen liegen.

Unfall bei Ziesar: LKW-Fahrer leicht verletzt

Ob es zu Umweltschäden kam, ist bislang unklar. Der Fahrer wurde bei dem Unfall südwestlich von Brandenburg an der Havel an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Der Verkehr wird in Richtung Berlin weiter weiträumig umgeleitet.

In der Folge der Sperrungen bildeten sich kilometerlange Staus. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beginnen an diesem Wochenende die Sommerferien.

dpa/BMO