Die Spreewaldstadt Golßen ist für ihre eingelegten sauren Gurken überregional bekannt. Doch künftig wird die Spezialität nicht mehr in dem brandenburgischen Ort produziert werden. Die Spreewaldkonserven Golßen GmbH schließt ihre Gurkenproduktion in Golßen. Das Unternehmen werde „ab 2026 die Produktion auf den Standort Schöneiche konzentrieren und den Standort Golßen für die logistische Abwicklung nutzen“, hieß es in einer Mitteilung der Firma.
Man wolle nun an Lösungen arbeiten, „um den Übergang sozialverträglich zu gestalten“. Von der Umstellung sind 220 Arbeitsplätze betroffen. Nach Angaben von Bürgermeisterin Andrea Schulz würden zehn Prozent aller Golßener in dem Werk arbeiten. „Für die Stadt Golßen ist das ein Schock“, sagte sie dem RBB. „80 Jahre Spreewaldhof Golßen, im Prinzip kennt kein Golßener die Stadt ohne den Spreewaldhof.“ Nun stünden Gesrpäche mit dem Werkleiter an, Details würde auch sie noch nicht kennen.
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Nach eigenen Angaben schreibt die Speewaldkonserven Golßen GmbH seit Jahren Verluste. Ursachen seien unter anderem die Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg, gestiegene Kosten und eine rückläufige Marktentwicklung. „Wegen der schwierigen Marktbedingungen müssen wir das Geschäft strategisch neu ausrichten“, sagte Geschäftsführer Till Alvermann. „Leider ist dies jedoch die einzige Möglichkeit, die Zukunft der Spreewaldkonserve zu sichern.“
Die Spreewaldkonserve Golßen GmbH gehört seit 2021 zur französischen Andros Gruppe. Das Unternehmen verarbeitet verschiedene Obst- und Gemüsesorten. Überregional bekannt sind die vom Unternehmen produzierten Spreewälder Gurken.
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jst/dpa




