Die Polizei hat am ersten Weihnachtstag einen Jugendlichen aus dem Landkreis Teltow-Fläming festgenommen. Dieser wollte offenbar einen Anschlag auf eine Kirche in Berlin verüben, berichtete der rbb. Spezialkräfte durchsuchten seine Wohnung. Das Amtsgericht Potsdam bestätigte den Gewahrsam.
Polizei und die Staatsanwaltschaft Potsdam hielten sich mit weiteren Informationen über den Jugendlichen zurück. Nähere Auskünfte könnten wegen der laufenden Ermittlungen und wegen des Persönlichkeitsschutzes derzeit nicht erteilt werden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Auch zu den Anschlagsplänen machte die Behörde keine weiteren Angaben.
Den Ermittlern seien mutmaßlich politisch motivierte Anschlagsplanungen in der Weihnachtszeit bekanntgeworden, an Heiligabend hätten sich die Informationen verdichtet, hieß es. Auch wie die Polizei an den entscheidenden Hinweis gelangte, ließ die Staatsanwaltschaft offen.
Jugendlicher soll in Verbindung mit dem IS gestanden haben
Laut rbb hatte der Jugendliche über Telegram in Kontakt mit Personen, die der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zugeordnet werden. Ein ausländischer Nachrichtendienst soll dem Bundesamt für Verfassungsschutz die entscheidenden Hinweise geliefert haben.
Brandenburgs Innenministerin Katrin Lange (SPD) betonte: „Es ist erforderlich, allen Hinweisen auf eine mögliche Gefährdung der öffentlichen Sicherheit umfassend nachzugehen. Dies ist erfolgt.“ Lange bedankte sich bei den beteiligten Beamten für deren Einsatz. Nun blieben die Ergebnisse der weiteren Ermittlungen abzuwarten.
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jst/dpa


