Vergewaltigungen

Mutmaßlicher Serienvergewaltiger in Neukölln verhaftet

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Bei dem 40 Jahre alten Berliner soll es sich um einen einschlägig bekannten Mann handeln, in dessen Neuköllner Wohnung Beweismittel gesichert werden konnten.

Bei dem 40 Jahre alten Berliner soll es sich um einen einschlägig bekannten Mann handeln, in dessen Neuköllner Wohnung Beweismittel gesichert werden konnten.

Foto: dpa

Dem 40-Jährigen wird vorgeworfen, Berliner Prostituierte verschleppt und in Brandenburger Wäldern vergewaltigt zu haben.

Frankfurt (Oder). Die Brandenburger Polizei hat einen mutmaßlichen Vergewaltiger in Neukölln verhaftet. Wie die Ermittler am Montag mitteilten, wird dem 40 Jahre alten Berliner vorgeworfen, in mindestens drei Fällen Prostituierte im Berliner Stadtgebiet angesprochen zu haben. Er soll die Frauen dann in Brandenburger Waldgebiete gebracht, dort vergewaltigt und zurückgelassen haben. Bei dem Mann soll es sich um einen einschlägig bekannten Mann handeln, in dessen Wohnung Beweismittel gesichert werden konnten, wie die Polizeidirektion Ost und die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) am Montag in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten.

Die Taten ereigneten sich laut Mitteilung in der Zeit vom 12. Dezember 2021 bis zum 5. Januar 2022. Der 40-Jährige soll sich dabei als Polizist ausgegeben und die Frauen gefesselt haben. Er brachte sie demnach dann mit einem Auto in das Waldgebiet um Grünheide (Oder-Spree). Dort verging er sich an ihnen und ließ die Geschädigten allein im Wald zurück. Zuvor soll der Mann den Frauen Geld und Mobiltelefone abgenommen haben. In dem Zeitraum sei es zu zwei Taten und einem Versuch gekommen, so die Ermittler.

Am 6. Januar sei dann an einer Bushaltestelle in Kagel (Oder-Spree) eine 23-jährige Frau gefunden worden, die angab, als Prostituierte zu arbeiten und von einem Mann in Berlin angesprochen und in einem Auto bis in ein Waldstück bei Kagel mitgenommen worden zu sein. Hier kam es wie in zwei vorherigen Fällen anschließend zur Vergewaltigung und Wegnahme von Bargeld und Telefon. Dies sei der bislang letzte bekanntgewordene Fall in der Serie gewesen. Ob der Verdächtige noch weiterer Taten beschuldigt wird, teilte die Polizei zunächst nicht mit.

Bei den Ermittlungen wurde laut Mitteilung umfangreiches Beweismaterial gefunden. Darunter befänden sich beispielsweise Sekretspuren sowie Kennzeichentafeln, die in Berlin gestohlen und dann mutmaßlich an das Tatfahrzeug montiert worden seien.

Am Sonntag, 9. Januar, habe das Amtsgericht Fürstenwalde Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen, so die Ermittler. Zum Tatgeschehen habe sich der Mann bislang nicht eingelassen. Die Ermittlungen dauern an.

( BM )