Sprachkurs

Sägg et up Platt: Niederdeutsch für Anfänger

Brandenburg will die plattdeutsche Sprache stärker fördern. Daher ein kurzer Sprachkurs für Ihre nächste Reise in die Uckermark.

Plattdeutsch-Unterricht in einer Prenzlauer Grundschule.

Plattdeutsch-Unterricht in einer Prenzlauer Grundschule.

Foto: Patrick Pleul / picture alliance

Potsdam. Brandenburgs Landesregierung will Niederdeutsch als Minderheitensprache verstärkt fördern. „Wir sehen es als besonderes kulturelles Erbe“, sagt der Sprecher des Kulturministeriums, Stephan Breiding. Nieder- oder Plattdeutsch werde vor allem im Norden des Landes noch aktiv gesprochen, sei aber akut gefährdet. Besonderen Handlungsbedarf gebe es etwa in den Bereichen Bildung, Justiz, Verwaltung und öffentliche Dienstleistungen, heißt es in der Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion im Landtag. Brandenburg setzt damit die Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen um.

Die wichtigsten Worte von Bangbüx bis Sabbelbüdel

Damit auch Sie in Zukunft mitreden können, haben wir eine Auswahl der wichtigste Worte „up Platt“ zusammengestellt. Sie stammen aus einem Basiswortschatz des Sprachwissenschaftlers Hartmut Arbatzat.

de – der/die

dat – das

en – ein/eine

Moin – Guten Tag/Morgen/Abend

goden/go’n Avend – guten Abend

goot/gode/go’ Nacht – gute Nacht

Wat seggt de Klock?– Wie spät ist es?

Wo geiht’? – Wie geht’s?
Dat geiht mi goot. – Es geht mir gut.

Kunn beter gahn. – Könnte besser sein.

Mutt ja.– Muss ja.

Dat deit mi leed. – Das tut mir leid.

Maakt nix. – Macht nichts.

Dröff ik hölpen? – Darf ich helfen?

Entschülligung – Entschuldigung

Ik graleer ok. – Ich gratuliere Ihnen.

Fründ/Fründin – Freund/Freundin

Deern/Diern– Mädchen

Buttje/Buttjer – Junge

Vadder/Vader – Vater

Mudder/Moder – Mutter

Öllern – Eltern

Süster – Schwester

Broder/Broer – Bruder

Bruut/Brögam– Braut/Bräutigam

Ehlüüd (Ehmann & Ehfru) – Ehepaar

ik glööv (nich) – ich glaube (nicht)

ik weet (nich) – ich weiß (nicht)

ik bün mi seker – ich bin mir sicher

Gottloff – Gott sei dank

sik schier maken – sich herrichten

to’n Putzbüdel gahn – zum Frisör gehen

Ik heff Döst. – Ich habe Durst.

Ik heff Smacht. – Ich habe Hunger.

Mi is koolt. – Mir ist kalt.

Ik bün mööd. – Ich bin müde.

Döösbartel/Dööskopp – Dummkopf

Bangbüx – Angsthase

Blarrpott/Ziepeltrine – Heulsuse

Klookschieter – Klugscheißer

Kluntjeknieper – Geizhals

Sabbelbüdel – Plappermaul