Brandenburgs Landesregierung will Niederdeutsch als Minderheitensprache verstärkt fördern. „Wir sehen es als besonderes kulturelles Erbe“, sagt der Sprecher des Kulturministeriums, Stephan Breiding. Nieder- oder Plattdeutsch werde vor allem im Norden des Landes noch aktiv gesprochen, sei aber akut gefährdet. Besonderen Handlungsbedarf gebe es etwa in den Bereichen Bildung, Justiz, Verwaltung und öffentliche Dienstleistungen, heißt es in der Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion im Landtag. Brandenburg setzt damit die Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen um.
Die wichtigsten Worte von Bangbüx bis Sabbelbüdel
Damit auch Sie in Zukunft mitreden können, haben wir eine Auswahl der wichtigste Worte „up Platt“ zusammengestellt. Sie stammen aus einem Basiswortschatz des Sprachwissenschaftlers Hartmut Arbatzat.
de – der/die
dat – das
en – ein/eine
Moin – Guten Tag/Morgen/Abend
goden/go’n Avend – guten Abend
goot/gode/go’ Nacht – gute Nacht
Wat seggt de Klock?– Wie spät ist es?
Wo geiht’? – Wie geht’s?
Dat geiht mi goot. – Es geht mir gut.
Kunn beter gahn. – Könnte besser sein.
Mutt ja.– Muss ja.
Dat deit mi leed. – Das tut mir leid.
Maakt nix. – Macht nichts.
Dröff ik hölpen? – Darf ich helfen?
Entschülligung – Entschuldigung
Ik graleer ok. – Ich gratuliere Ihnen.
Fründ/Fründin – Freund/Freundin
Deern/Diern– Mädchen
Buttje/Buttjer – Junge
Vadder/Vader – Vater
Mudder/Moder – Mutter
Öllern – Eltern
Süster – Schwester
Broder/Broer – Bruder
Bruut/Brögam– Braut/Bräutigam
Ehlüüd (Ehmann & Ehfru) – Ehepaar
ik glööv (nich) – ich glaube (nicht)
ik weet (nich) – ich weiß (nicht)
ik bün mi seker – ich bin mir sicher
Gottloff – Gott sei dank
sik schier maken – sich herrichten
to’n Putzbüdel gahn – zum Frisör gehen
Ik heff Döst. – Ich habe Durst.
Ik heff Smacht. – Ich habe Hunger.
Mi is koolt. – Mir ist kalt.
Ik bün mööd. – Ich bin müde.
Döösbartel/Dööskopp – Dummkopf
Bangbüx – Angsthase
Blarrpott/Ziepeltrine – Heulsuse
Klookschieter – Klugscheißer
Kluntjeknieper – Geizhals
Sabbelbüdel – Plappermaul


