Wahlen

Das müssen Sie zur Brandenburg-Wahl wissen

Am 1. September wählen die Bürger in Brandenburg einen neuen Landtag. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Wahl.

 Wahlhilfe: Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung ist online.

Wahlhilfe: Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung ist online.

Foto: Julian Stähle / ZB

Es wird spannend: Wie werden die Wahlen im bisher SPD-dominierten Brandenburg ausgehen? Hier gibt es die neuesten Umfrageergebnisse und Informationen zu möglichen Regierungsoptionen.

Zahlen und Fakten

Brandenburg hat rund 2,5 Millionen Einwohner, davon sind etwa 2,1 Millionen Männer und Frauen wahlberechtigt. Rund 100.000 junge Menschen dürfen zum ersten Mal bei einer Landtagswahl ihre Kreuzchen machen, davon sind 51.000 im Alter von 16 bis unter 18. Es treten 11 Parteien an, auf den Landeslisten stehen die Namen von 416 Bewerbern, darunter 137 Frauen - rund ein Drittel. In 3835 Wahlbezirken gibt es 335 Direktkandidatinnen und -kandidaten.

So wurde bisher regiert

In Brandenburg regiert die SPD seit rund 30 Jahren. Ministerpräsidenten wie Manfred Stolpe und Matthias Platzeck prägten die Politik in Brandenburg in den vergangenen Jahrzehnten. Stolpe war von 1990 bis 2002 der erste Regierungschef Brandenburgs nach der Einheit. Platzeck wurde 2002 sein Nachfolger und regierte bis 2013. Auf ihn folgte Dietmar Woidke. Derzeit regiert Woidke mit einer rot-roten Koalition, die seit rund zehn Jahren besteht.

So sieht die Sitzverteilung aus

Stärkste Kraft in Brandenburg bei der Landtagswahl 2014 wurde die SPD mit 31,9 Prozent der Stimmen. Das brachte ihr 30 Sitze ein. Die CDU kam auf 23 Prozent der Stimmen und auf 21 Mandate. Die Linke erreichte 18,6 Prozent und 17 Sitze. Die Grünen erreichten 6,2 Prozent, was sechs Sitze bedeutete. Nicht mehr im Landtag vertreten war die FDP. Erstmals zog die AfD mit 12,2 Prozent in den Landtag ein und bekam 11 Sitze.

Das sind die Umfrageergebnisse

SPD und CDU sowie auch die Linke mussten in den jüngsten Umfragen herbe Verluste hinnehmen. Grüne und AfD hingegen konnten hinzugewinnen. In der jüngsten Umfrage von Forsa für die „Märkische Allgemeine“ kam die AfD auf 21 Prozent, gefolgt von der CDU mit 18 Prozent und der SPD mit 17 Prozent. Die Grünen erhielten 16 Prozent, die Linke erreichte 14 Prozent. Die FDP kam auf 5 Prozent und die Freien Wähler wurden von vier Prozent genannt. Die Fehlertoleranz lag bei plus/minus drei Prozentpunkten - damit ist vieles offen.

Diese Regierungsoptionen gibt es

Die Regierungsbildung dürfte schwieriger werden als bei der vorangegangenen Wahl. Je nachdem, welche Umfrage man zugrunde legt, sind unterschiedliche Bündnisse möglich. Falls die AfD stärkste Kraft wird, würde wohl keine andere Partei mit ihr koalieren wollen. Spekuliert wird derzeit unter anderem über ein rot-grün-rotes Bündnis. CDU-Spitzenkandidat Ingo Senftleben will nach der Wahl mit allen Parteien reden, schließt eine Koalition mit der AfD aber aus. Er kann sich auch gut vorstellen, mit den Grünen in einer Regierung zusammenzuarbeiten. Ein Bündnis mit der Linken schließt er nicht aus.

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