Feuerwehreinsatz

Neuer Waldbrand bei Berlin noch nicht gelöscht

Bei Möglin, 45 Kilometer nordöstlich von Berlin, stehen rund zehn Hektar Wald in Flammen. Das Gebiet ist munitionsbelastet.

In der Lieberoser Heide brennt es weiter

Das Feuer an einem früheren Truppenübungsplatz in Brandenburg hatte sich am Dienstag auf mehr als 100 Hektar ausgeweitet.

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  • Am Sonnabend ist in Möglin ein neues Feuer ausgebrochen
  • Etwa zehn Hektar Wald 45 Kilometer nordöstlich von Berlin brennen
  • Das Waldgebiet ist munitionsbelastet. Das erschwert die Löscharbeiten.

Der Waldbrand in Möglin (Mäkisch-Oderland), etwa 45 Kilometer nordöstlich von Berlin, der am Sonnabend ausgebrochen war, ist zwar unter Kontrolle, am Sonntag brannte es aber immer noch. Die Mehrzahl der Einsatzkräfte konnte in der Nacht zurückgezogen werden, berichtete der RBB. Am Samstagabend standen etwa zehn Hektar Wald in Flammen. Da das Waldgebiet mit Munition aus dem Zweiten Weltkrieg belastet ist, konnte die Feuerwehr zunächst nur von außen mit Tanklöschfahrzeugen arbeiten.

Die Lage im Waldbrandgebiet in der Lieberoser Heide bleibt derweil wegen der zu erwartenden neuen Hitzewelle angespannt. Nach wie vor brennt es nach Angaben des Landkreises auf einer Fläche von 100 Hektar. "Die Löscharbeiten werden sich aufgrund der Sommerhitze und des fehlenden Niederschlags noch weiter hinziehen", sagte eine Sprecherin des Landkreises am Sonnabend auf Anfrage. Die Einsatzkräfte hätten die Lage im Griff, kämpften aber mit den wieder ansteigenden Temperaturen sowie der Staub- und Rauchbelastung.

160 Einsatzkräfte sind vor Ort, darunter aus den Landkreisen Spree-Neiße, Oberlausitz-Spreewald und Dahme-Spree. Da es am Sonntag wieder sehr heiß werden soll, sei eine zusätzliche Brandeinheit angefordert worden, sagte die Sprecherin weiter. «Alle sind auf Abruf.» Löschhubschrauber der Bundespolizei sind ihren Angaben zufolge über das Wochenende nicht im Einsatz. Sie hatten in den vergangenen Tagen die Feuerwehrleute aus der Luft bei der Bekämpfung des Großbrandes unterstützt.

Der Brand eines Waldstücks in Grünau ist derweil am Freitag gelöscht worden. Das Feuer hatte sich am Donnerstagabend auf einer Fläche von etwa zehn Hektar ausgebreitet, rund 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz, wie ein Sprecher der Feuerwehr am Freitag sagte. Verletzt wurde niemand. Die letzten Feuerwehrleute konnten erst gegen Mitternacht ihre Arbeit beenden.

Waldbrand im Berliner Grunewald gelöscht

Ein Waldbodenbrand im Berliner Grunewald ist in der Nacht zu Donnerstag gelöscht worden. Wie ein Feuerwehrsprecher sagte, gab es am frühen Donnerstagmorgen noch einen Fehlalarm - leichte Rauchentwicklung sei angeblich zu sehen gewesen. Dies habe sich aber nicht bestätigt, hieß es weiter.

Das Feuer war am Dienstag nahe dem Teufelsberg ausgebrochen. Das betroffene Gebiet umfasste etwa 16 Hektar. Davon seien insgesamt rund sechs Hektar Waldboden durch die Flammen vernichtet worden. Bereits am Mittwoch war der Brand unter Kontrolle, jedoch wurden immer wieder vereinzelt Glutnester entdeckt. Menschen waren zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Die Ursache für den Brand war zunächst unklar.

Das betroffene Gebiet war nur schwer zugänglich und der Brandherd zunächst schwer zu lokalisieren gewesen. „Die Wasserversorgung ist nicht einfach. Das Wasser muss über lange Wegstrecken transportiert werden“, sagte ein Sprecher. Einen Hydranten gebe es im Wald nicht, deswegen musste das Löschwasser kilometerweit mit Wagen und Schläuchen transportiert werden.